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Nach Kiesabbau soll See bleiben

Nach Kiesabbau soll See bleiben

Eilenburg. Auf keinen Fall soll das Kiesabbaugebiet, für das im Westen von Sprotta das Raumordnungsverfahren läuft, wieder verfüllt werden.

Michael Pieper von der Heinrich Niemeier GmbH, welche das Kieswerk betreibt, will Verunsicherungen, die nach Äußerungen des Nabu aufgekommen waren, vorbeugen.

Die Eilenburger Gruppe des Naturschutzbundes hatte, wie berichtet, das Vorhaben und die Stellungnahme des Nabu-Landesverbandes im Raumordnungsverfahren diskutiert. Abgebaggert werden soll in geschätzt 25 bis 30 Jahren ab 2015 ein etwa 100 Hektar großes Dreieck nördlich der Eilenburger Straße, der K7241. In der Diskussion der Naturschützer war davon die Rede, dass laut Plänen das Landschaftsbild wieder hergestellt und die Grube mit Millionen Kubikmeter Material verfüllt werden sollte. Die Mitglieder der Gruppe befürchteten, dass bei solchen Mengen nicht zu kontrollieren sei, was in den Untergrund kommt.

"Dort soll ein naturnaher See entstehen", klärte stattdessen Kerstin Rademacher vom Büro Schmelzer-Ingenieure, das die Planungen erstellte, dieser Tage auf. Sie zeigt die Pläne, die ein blaues Dreieck mit wellenförmigen Rändern ausweisen. Bereits mit dem Kiesabbau solle das Ufer so gestaltet werden, dass Flachwasserzonen entstehen. Schon sehr bald würde sich zum Beispiel bei fortschreitendem Abbau ein Schilfgürtel am Wasser bilden. So wie es auch nebenan bereits am Eilenburger Kiessee zu sehen ist. "So verfahren wir immer", stellte Michael Pieper von der Heinrich Niemeier GmbH fest. Ein Verfüllen wäre auch nicht wirtschaftlich.

Die Kieslagerstätte, welche die Niemeier GmbH derzeit abbaut, setze sich auf diesem Gebiet fort, zwar führe die Straße darüber, aber sie teile es ja nicht wirklich. Deshalb könne auch nicht von einem Neuaufschluss die Rede sein. Über die Straße werde eine Bandbrücke gebaut, die Technik bleibe am bisherigen Standort. Die Einflusszone aufs Grundwasser beschränke sich ebenfalls auf weniger als 200 Meter zu den Biotopen im Norden, versichert Rademacher. Es sei nachgewiesen worden, dass der Abbau nicht zu einer Grundwasserabsenkung im benachbarten Flora-Fauna-Habitat führe. Diese hydrologischen Gutachten seien Bestandteil des Rahmenbetriebsplanes, der aber nach Absprache mit den Behörden nicht zum Raumordnungsverfahren eingereicht wurde, sondern zum nun folgenden Planfeststellungsverfahren. Und dabei gebe es weiterhin die Möglichkeit, zum Kiesabbau Sprotta-West Stellung zu nehmen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 02.03.2013

Liesaus, Heike

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