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Eilenburg Namensgebung für Grundschule Ost erneut gescheitert
Region Eilenburg Namensgebung für Grundschule Ost erneut gescheitert
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00:22 09.02.2018
Die Grundschule Eilenburg-Ost in der Puschkinstraße. Nach dem Willen der Schulkonferenz soll sie nach Sebastian Kneipp benannt werden. Quelle: Foto: Heike Liesaus
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Eilenburg

Geht es nach dem Willen der Schulkonferenz, bekommt die Grundschule in Eilenburg-Ost den Namen Sebastian Kneipp. Entscheiden aber muss der Stadtrat. Und der sieht noch Klärungsbedarf, hat die Entscheidung am Montag in den Ausschuss zurück verwiesen. Der Anlauf zur Umbenennung ist damit zum dritten Mal gescheitert.

Schulkonferenz will den Namen von Sebastian Kneipp

Steffi Schober (CDU) hatte die erneute Debatte ins Rollen gebracht. Bedenken, das Vergabe-Verfahren sei nur schwierig in Gang zu bringen, der Name an Schulen nicht einfach so vergeben, konnte Annett Krause, Leiterin des Fachbereiches Bürgerservice, noch zerstreuen. Die Zustimmung sei von der Kneipp GmbH bereits avisiert. Weitaus mehr Diskussionen zogen die Gedankenspiele der CDU-Fraktions-Chefin nach sich, ob es nicht besser wäre, der Schule den Namen einer historischen Persönlichkeit Eilenburgs zu verleihen. Schober erinnerte an eine Aussage der Leiterin der Friedrich-Tschanter-Oberschule. Regina Schneider hatte bei der im Zuge des Umzugs in die Friedrich-Schiller-Schule aufkommenden Namens-Debatte den Satz geprägt: „Tschanter ist Eilenburg.“ Wie also wäre es beispielsweise mit Franz Abt oder August Möbius?, so Steffi Schober.

Die Schulkonferenz, so Oberbürgermeister Ralf Scheler (parteilos), habe den Wunsch nach genau diesem Namen aufgebracht: „Darauf sind wir eingegangen.“ Der Leitgedanke „Gesundheit und Bewegung“ spiegelt sich im Unterricht und Projekten wider, es gebe schon jetzt viele Schnittmengen mit den fünf Säulen des Kneippschen Konzeptes, der Hort solle so heißen, die Kooperation mit der Kneipp-Bummi-Kita werde fortgesetzt.

Muss der Stadtrat der Entscheidung der Schulkonferenz folgen?

Was zählt nun mehr: Die Meinung der Schulkonferenz oder die Auffassung des Stadtrates? Torsten Pötzsch (SPD) folgt der Meinung der Schulvertreter: „Sie haben sich auch Gedanken gemacht.“ Ellen Häußler (Freies Bündnis) sieht es ähnlich: „Die Schulkonferenz repräsentiert die Schule. Wenn wir uns darüber hinwegsetzen, halte ich das nicht für demokratisch.“ Für Jürgen Clauß (Die Linke) ist der Vorschlag, den Namen eines Eilenburgers zu wählen, nachvollziehbar: „Wenn sich die Schulkonferenz aber so entschieden hat, sollten wir das akzeptieren.“ Carsten Schäfer (CDU) sieht die Entscheidungs-Verantwortung dagegen beim Stadtrat. Trotz eines anderen Namens ließe sich das Kneipp-Konzept integrieren, so Schäfer, der die Frage aufwarf, was passiere, wenn die Schulleitung wechsele und ein anderes Konzept verfolge. Jeder neue Leiter, der eine Bildungsstätte übernimmt, versuche sich mit seinen Ideen einzubringen, gab Hans Poltersdorf (CDU) seine Erfahrungen als Schulleiter weiter. „Das wird in dem Moment, wo wir dem Ganzen einen Namen geben, in Frage gestellt.“ Volker Enigk (fraktionslos) bereitete der Debatte ein Ende. Auf eine Kampfabstimmung wolle er es nicht ankommen lassen. Sein Vorschlag: Erneut im Ausschuss beraten.

Von Kathrin Kabelitz

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