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Naturschützer in Eilenburg sind empört: Löschteich mit Fischen einfach zugeschüttet

Ostbahnhofstraße Naturschützer in Eilenburg sind empört: Löschteich mit Fischen einfach zugeschüttet

Das soll nicht wieder passieren: Beim Abriss und Verfüllen von ehemaligen Löschwasserbecken in der Eilenburger Ostbahnhofstraße wurden Fische, die dort lebten, einfach zugeschüttet. Das ehemalige Industrie-Gelände wird voraussichtlich für Wohnbebauung ausgewiesen.

Die Becken sind zum Teil mit Sand aufgefüllt und planiert. Auf dem Gelände gibt es weitere Industrieruinen.

Quelle: Heike Liesaus

Eilenburg. Das Vorgehen gegenüber lebenden Fischen beim Abriss von alten Löschwasserbecken zum Jahresende an der Eilenburger Ostbahnhofstraße hat Tierschützer empört, die sich deshalb an Stadtrat Thomas Krönert wandten. „In diesem Fall wurde das Wasser mit den kleineren Fischen einfach aus den Becken herausgepumpt. Die größeren Fische, die im Becken blieben, wurden mit abgedeckt“, berichtete Krönert. Er ist nicht allein Mitglied der Fraktion Die Linke, sondern auch Vorsitzender der Ortsgruppe des Naturschutzbundes. „Vor dem Verfüllen hätte der Anglerverband verständigt werden müssen. Er hätte den Bestand untersuchen, die Fische per Elektrobefischung entnehmen und umsetzen können“, erläuterte Krönert im Stadtrat, was er zum korrekten Vorgehen entsprechend dem Tierschutzgesetz herausgefunden hatte. „Der Eigentümer müsste den Verband verständigen“, so auch René Wagner vom Eilenburger Sportfischerverein Petri Heil auf Nachfrage der LVZ. Die Angler seien durchaus daran interessiert, das Leben der Fische zu retten. Denn für sie kostet Fischbesatz von Gewässern Geld und zudem sei es gut zur „Blutauffrischung“. Generell ist es aber nicht jedermann erlaubt, Fische einfach von einem Teich in einen anderen zu bringen, weil sich damit Krankheiten ausbreiten könnten. Deshalb wird der Besatz bei solchen Aktionen vom Verband untersucht.

Brachflächen-Revitalisierung

Die Betonwände der alten Wasserbecken an der Ostbahnhofstraße wurden zwischen Weihnachten und Neujahr abgebrochen und der Schutt abtransportiert. Der Auftrag war kurz vor Jahresende vergeben worden. Derzeit liegen nur noch kleine Steinschutthaufen auf dem Gelände. Teils sind die Löcher schon mit Sand aufgefüllt. Die Stadt wollte noch auf günstige Angebote für Aushub aus der Region warten, der für die Nivellierung des Geländes eingesetzt wird. Die alten Becken waren bis 1995 als Angelteiche genutzt worden. Aus Verkehrssicherungsgründen wurden sie dann aber umzäunt und verschlossen. Der Abbruch wurde mit Hilfe des Programms Brachflächenrevitalisierung finanziell gefördert. Es gibt noch weitere Industrieruinen auf dem Areal.

Von Heike Liesaus

Eilenburg ostbahnhofstraße 51.464754838471 12.663713685706
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