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Eilenburg Naundorf feiert mit Fuß- und Volleyball
Region Eilenburg Naundorf feiert mit Fuß- und Volleyball
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20:00 27.06.2010
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. Dort fand das traditionelle Vereinsfest statt, das an drei Tagen etwa 1000 Besucher lockte – vor allem viele Sportler aus dem Umland, die an den Start gingen.

Dass die Naundorfer ein aktives Völkchen sind, steht außer Frage. Schließlich gibt es den Sportverein schon seit 1957 – eine durchaus bemerkenswerte Zeit. Einst mit einer Turnerriege begonnen, sind heute Fuß- und Volleyballer, Tischtennisfreunde und Tänzer Mitglied – insgesamt etwa 250 Kinder, Jugendliche, Frauen und Männer.

Vor allem die Fuß- und Volleyballer bestimmten am Wochenende das Bild auf dem zwei Hektar großen Waldsportpark und lieferten sich spannende Turniere. „Wir können heute eine ganze Reihe von Gastmannschaften begrüßen", sagte Jens Barth, Abteilungsleiter für Fußball im Verein. Aus Delitzsch, Pressel, Eilenburg, Doberschütz, Wölkau, Mörtitz, Bad Düben und Zschernitz reisten Kicker an, um nur einige zu nennen. Volleyballer waren derweil aus Lissa, Zschepplin, Eilenburg und Hohenprießnitz vertreten. Letztgenannte sind Neulinge. „Uns gibt‘s erst sein März", sagte Mannschaftskapitän Mandy Schumann. Die Truppe zählt 14 Frauen, und die machen den SV Hohenprießnitz aus. Die Spielerinnen kommen freilich nicht alle aus dem Nachbardorf. Aus Eilenburg, Löbnitz und Krostitz sind welche dabei. Am Sonnabend bestritten sie unter anderem ein Spiel gegen die Zscheppliner Frauen. „Wir haben nicht einen Satz verloren", zeigte sich Schumann erfreut und lobte den SV Naundorf über das Fest. „Das ist absolut schön hier und hat richtig Spaß gemacht." Leicht erschöpft waren die Mädels am Spieltagende. Doch ausreichend Energie zum Feiern hatten sie dann doch noch.

Feiern ist genau das Stichwort. Denn darin sind die Naundorfer ebenso gut wie im Sport. „Ich weiß gar nicht, wie lange wir dieses Fest schon durchführen", erzählte Erwin Nier, der Vereinsvorsitzende. Alles werde von den Mitgliedern organisiert, auf Externe kaum zurückgegriffen. Nier selbst zeichnete für den Fünfkampf verantwortlich, der am Sonnabendabend als Gaudi-Einlage über die Bühne ging. Für alles, was nicht mit Sport zu tun hat, sind zwei Frauen aus dem Verein an erster Stelle zu nennen: Silke Franz und Antje Gaertner, beide aus Naundorf. Für ihr Engagement wurden sie im Rahmen des Sportfestes ausgezeichnet. Auch eine liebgewonnene Tradition, an die die Naundorfer festhalten.

„Vieles steht und fällt mit den freiwilligen Helfern", meinte Käthe Seidler. Die 68-Jährige gehört zu den Gründungsmitgliedern des SV Naundorf, hat die Entwicklung von Anbeginn verfolgt. „Wir haben klein begonnen, mit 20 Leuten vielleicht. Aber die Sportbegeisterung war sehr groß. Bei Wind und Wetter waren wir draußen. Das vermisse ich heute ein wenig bei den Kindern. Sie lassen sich doch zu sehr vom Fernseher oder Computer ablenken." Seidler erinnert sich an „schöne Sportlerbälle" und Wettkämpfe im Dorf, bei denen Studenten der Deutschen Hochschule für Körperkultur Leipzig vor Ort waren. „Die LPG hat uns damals auch Lkw zur Verfügung gestellt, mit denen wir zu den Wettkämpfen fahren konnten", sagte sie. Die Zeit heute sei eben eine andere. Sie selbst ist sich und dem Sport aber stets treu geblieben. Noch heute fährt sie regelmäßig Fahrrad, walkt gern und treibt Fitnessport.

Vereinschef Nier und seine Mitstreiter können jedenfalls auf drei ereignisreiche Tage zurückblicken. Und sicher wird es 2011 eine weitere Auflage des Vereinsfestes im idyllischen Waldsportpark geben.

Nico Fliegner

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