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Neue Gedanken ums alte Gefängnis

Neue Gedanken ums alte Gefängnis

Seit 2009 bietet das alte Gefängnis neben dem sanierten Mauerturm und der Stützmauer einen weiteren Lichtblick auf dem Burgberg. Allerdings nur als leere Hülle.

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Äußerlich und stadtseitig präsentiert sich das ehemalige Gefängnis auf dem Burgberg saniert. Fürs Innenleben gibt's noch kein Konzept.

Quelle: Heike Liesaus

Eilenburg. Vorerst sind Fenster eingebaut, die Fassade zur Stadt und das Dach saniert. Innen herrscht Rohbauzustand. Doch es muss noch mehr passieren. Die Fördermittel sollen nicht allein für eine schöne Ansicht ausgegeben sein.

Derzeit wird eine neue Idee geprüft, wie Leben in das alte Gefängnis auf dem Eilenburger Burgberg, das 2008/09 für rund 700 000 Euro äußerlich saniert wurde, einziehen könnte. Das Gebäude könnte zu einer Beherbergungsstätte werden. Damit wäre weder Hotel noch Jugendherberge gemeint. Charakter, Ausstattung und Zielgruppe seien prinzipiell offen. "Eine bezahlbare Unterkunft mit Standard", umreißt es Oberbürgermeister Hubertus Wacker (parteilos). Der Bedarf unter Radlern zum Beispiel sei am Wachsen, gerade in Zusammenhang mit dem Mulderadweg, den immer mehr bewegungshungrige Touristen für sich entdecken und die in diesem Abschnitt eher zu wenig Angebote vorfinden, wo sie ihre müde Häupter und Beine zur Nacht betten könnten. "Mit dem Lutherweg könnte sich da eventuell auch Radfahr- und Pilgertourismus überlagern", überlegt Heiko Leihe, Leiter des Oberbürgermeisterbereichs im Rathaus.

Der Burgverein soll im Gebäude auf alle Fälle ein Domizil erhalten. Aber Außenstelle des Museums, des Standesamtes, Vereinshaus und Raumvermietung für Festlichkeiten - diese Ideen spielen eher keine Rolle mehr. Geld aufzutreiben, um das Gebäude dafür herzurichten, sei dabei letztlich das kleinere Problem, aber die Subventionen des laufenden Betriebs wären zu hoch, verdeutlicht Leihe. "Wir können zum Beispiel froh sein, dass wir das Stadtmuseum im Roten Hirsch in dieser Qualität betreiben können." Eine Herberge im alten Gefängnis würde zumindest in der Saison eine ständige Frequentierung und nicht allein eine Wochenend-Nutzung bringen.

Die Frage ist aber, ob das Gebäude geeignet ist. Zum Beispiel sind Radler oft in Gruppen unterwegs. Drei oder vier Zimmer würden dann nicht ausreichen.

Das Gebäude soll jedenfalls nicht ewig als reine Hülle auf dem Burgberg stehen. Auch der Fördermittelgeber habe der Stadt aufgegeben, das Konzept zu entwickeln. "Es ist auch einfach vernünftig", stellt Wacker fest. Ende April solle klar sein, ob der Herbergs-Gedanke weiter verfolgt werden kann oder ob er ebenfalls als unwirtschaftlich vom Tisch fällt.

Wacker erinnert daran, dass schon sehr viel in das Gelände investiert wurde: Sorbenturm, Mauerturm, Burgtor, Platzgestaltung und schließlich die Hangsicherung. Da sei das brandgeschädigte Amtshaus, das nebenan seit fast zwei Jahrzehnten mit einem Notdach dasteht ein Projekt für kommende Generationen. Unabhängig davon hatte der Stadtrat im Januar zudem der Gestaltung der Freifläche vor dem alten Gefängnis erste Priorität bei der Altstadtkern-Sanierung in diesem Jahr eingeräumt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 20.03.2013

lis

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