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Eilenburg Neuer Anbieter startet mit Bus-Linienin Eilenburg und Düben am 24. August
Region Eilenburg Neuer Anbieter startet mit Bus-Linienin Eilenburg und Düben am 24. August
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00:35 17.08.2015
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Eilenburg/Bad Düben

Das in Zörbig ansässige Unternehmen hatte die Ausschreibung für das Linienbündel 3 gewonnen.

Was ist geplant? "Geduld bitte", sagte die Pressesprecherin des Unternehmens auf LVZ-Anfrage vor einigen Tagen. Eine Pressemitteilung sei in Arbeit, dort stehe alles drin. Am Freitag sollte es soweit sein. Gestern die freundliche Auskunft: Die Mitteilung kommt abends, mit Sperrfrist bis Sonntag. Indessen sind einige Punkte schon auf der Website des Unternehmens zu entdecken. Unter www.mein-bus.net ist im Menüpunkt "Linienverkehr" neben den Landkreisen Anhalt-Bitterfeld und Wittenberg auch ein Bereich für den Landkreis Nordsachsen eingerichtet. Der Inhalt liest sich erfreulich. Für alle, die den Bus-Verkehr auf dem Linienbündel 3 benutzen, werde sich nicht viel ändern. Fahrplan, Fahrstrecken und die Liniennummerierung blieben zu 95 Prozent gleich. Neue Bezeichnungen für die Linien 229 und 232 werden jedoch angekündigt. Ebenfalls neu: Im Stadtverkehr Eilenburg soll es mehr Fahrten geben. "Da alle Regionallinien die Stadtbushaltestellen mitbedienen, die sich auf dem Linienweg befinden, fahren hier mehr Busse", heißt es auf der Website. Das biete eine größere Flexibilität im Stadtverkehr Eilenburg. Im Schülerverkehr soll bis auf einige Anpassungen der Fahrzeiten wegen Schulschließungen alles bleiben wie gewohnt.

Die Tickets und Tarife des Mitteldeutschen Verkehrsverbundes bleiben gültig. Sie können wie bisher beim Busfahrer gekauft werden oder direkt auf dem Verkehrshof in Eilenburg. Adresse dafür ist das bisherige Sax-Bus-Gelände am Gustav-Adolf-Ring 2 auf dem Eilenburger Gewerbegebiet Am Schanzberg. Das aktuelle Fahrplanheft und Flyer für den Stadtverkehr Eilenburg, Bad Düben und für die Linie 196 soll es dort geben. Alles ist ebenfalls in den Bussen erhältlich.

Wie geht es indessen weiter für die 65 ehemaligen SaxBus-Mitarbeiter, denen, wie berichtet, gekündigt werden musste? "Es wurde Kontakt zu Verkehrsbetrieben der Region aufgenommen, um die Beschäftigungsmöglichkeiten unserer Mitarbeiter zu prüfen. Im Zuge dessen fanden Informationsveranstaltungen der Leipziger Verkehrsbetriebe und der RVB für unsere Mitarbeiter statt. Mittlerweile haben die allermeisten der Kollegen einen Arbeitsvertrag mit einem dieser Betriebe abschließen können", antwortet Transdev auf die Anfrage. Der Betriebshof in Eilenburg sei für die Dauer des Verkehrsvertrages an die RVB verpachtet.

Doch warum konnte Transdev als das größte in Deutschland tätige Transportunternehmen in diesem Fall nicht gegen die Konkurrenz bestehen? "Auf Basis unserer 22-jährigen Erfahrung mit dem Liniennetz Eilenburg haben wir ein wettbewerbsfähiges und wirtschaftliches Angebot abgegeben", kommt die Erläuterung aus der Pressestelle. Das Angebot habe den Auftraggeber, den Landkreis Nordsachsen nicht überzeugt. "Es wurden eingehend alle Kriterien geprüft, die zu diesem Ergebnis geführt haben. Hauptsächlich hat unserer Meinung nach die fehlende Festlegung eines einheitlichen Tarifniveaus einen unfairen Wettbewerb über die Löhne unter den Bietern entfacht - und zwar auf Kosten der Mitarbeiter." Die starre Struktur der Ausschreibung habe da keine unternehmerische Gestaltungsmöglichkeiten zugelassen. "Da SaxBus nach einem festem Haustarifvertrag/Branchentarifvertrag bezahlt, war es uns nicht möglich, den Kostennachteil durch innovative Lösungen, wie etwa den verstärkten Einsatz von Rufbussen, auszugleichen."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 15.08.2015
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