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Neuer Hort an der Grundschule Eilenburg Ost wird ein Quader mit Flachdach

Investition Neuer Hort an der Grundschule Eilenburg Ost wird ein Quader mit Flachdach

Am 18. Juli wird der Eilenburger Stadtrat den Baubeschluss zum größten Investitionsvorhaben in diesem Jahr fällen – den Neubau des Hortes an der Grundschule Ost. Die Abgeordneten einigten sich schon auf die Bauform: ein Quader mit Flachdach.

An der Grundschule Eilenburg Ost ist ein neuer Hort geplant.

Quelle: Heike Liesaus

Eilenburg. Bis Ende Juni soll eine genehmigungsfähige Planung für den neuen Hort vorliegen, der an der Grundschule Ost in Eilenburg gebaut wird. Den Baubeschluss inklusive der Entscheidung über die Fassadengestaltung und Farbgebung will der Stadtrat in einer Sondersitzung am 18. Juli treffen. Auf Vorschlag der CDU wird in der Woche zuvor eine außerordentliche Beratung des Bauausschusses stattfinden, an der auch Stadträte teilnehmen können, die nicht Mitglied sind.

Ein für die weitere Planung maßgeblicher Teil-Beschluss ist bereits am Montag gefallen. Demnach wird das Gebäude in Form eines Quaders mit Flachdach entstehen. Die Dach-Variante war eine von fünf, die das Eilenburger Architektenbüro Giersdorff erarbeitet hat. Vorschläge, die ein Sattel-, Pult- oder Walmdach beinhalten, hätten aufgrund der großen Spannweiten komplizierte Konstruktionen zur Folge.

Der entstehende Dachraum wäre entweder ohne Nutzung oder müsste mit hohem brandschutztechnischen Aufwand erschlossen werden. Die ebenfalls geprüfte Möglichkeit, eine Dachform in Anlehnung an die der Grundschule zu wählen, wurde wieder verworfen, weil es bereits Anbauten wie die Turnhalle und den Geräteraum mit Dachkonstruktionen unterschiedlicher Größe gibt. Vorteil des Flachdaches: Es bildet das kleinste Bauvolumen und betont den eigenständigen Baukörper des Hortes. Zudem liegen die Kosten unter denen der Vergleichsdächer.

Ganz diskussionslos ging der Beschluss nicht durch. „Solche Varianten neigen dazu, undicht zu sein“, gab Jürgen Clauß (Die Linke) zu bedenken. Petra Zimmermann, Leiterin des Fachbereiches Bau und Stadtplanung, entkräftete dies mit dem Verweis auf große Industriebauten wie Stora Enso oder BMW-Werk. Clauß’ Fraktions-Kollegin Christiane Prochnow stellte die Kostengünstigkeit mit Blick auf den erhöhten Erhaltungsaufwand in Frage und die Vermutung in den Raum, dass Ambitionen im Vordergrund stehen, die dem Architekten eigene Bau-Form bei einem neuen Projekt durchzusetzen.

Das eingeschossige, freistehende Gebäude soll bis Schuljahresbeginn 2017/2018 fertig sein. 200 Hortplätze sind avisiert. Das größte Projekt im Eilenburger Investitionsplan in diesem Jahr hat der Stadtrat im Februar auf den Weg gebracht. Die Baukosten betragen rund 2,6 Millionen Euro. Ursprünglich wurden für die Finanzierung Mittel aus dem Bundesbudget des Sächsischen Investitionskraftstärkungsgesetz beantragt. Mittlerweile läuft dieser Antrag für Gelder aus dem Landesbudget. 1,5 Millionen Euro bringt die Stadt selbst auf.

Träger des neuen Hortes ist die Volkssolidarität (VS). Die Entscheidung zugunsten des Kreisverbandes Nordsachsen fiel einstimmig. Der Sozialausschuss hatte im März empfohlen, dass der Betreiber Träger der freien Jugendhilfe ist und sich damit am Sächsischen Kindertagesstättengesetz orientiert.

Die VS war die einzige Bewerberin. So wie die anderen freien Träger auch beteiligt sie sich mit 0,3 Prozent Eigenanteil an den Betriebskosten. Der Verein führt seit 1991 erfolgreich Kitas in Eilenburg, Delitzsch und Schkeuditz und bietet insgesamt Platz für 579 Kinder im Alter ab einem Jahr sowie Betreuungsplätze bis zum Ende der Grundschulzeit. Die Bummi-Kneipp-Kita in Eilenburg mit einer Kapazität von 265 Plätzen arbeitet nach dem Kneipp-Gesundheitskonzept. Dies solle auch im Hort umgesetzt werden. In der Betreuung von Hortkindern hat der Träger Erfahrung, 100 sind es derzeit in Eilenburg. Seit Jahren besteht eine Kooperationsvereinbarung mit der Grundschule.

Von Kathrin Kabelitz

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