Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Eilenburg Neues Buch erzählt von der Autostadt Eilenburg
Region Eilenburg Neues Buch erzählt von der Autostadt Eilenburg
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:00 05.12.2018
Am 7. Dezember erscheint ein Buch über die Autostadt Eilenburg. Quelle: Heimatverlag
Eilenburg

Pünktlich zum Weihnachtseinkauf kommt ein neues Buch in den Handel – ein starkes Stück nordsächsischer Heimatgeschichte, von der kaum jemand etwas weiß. Schon vor über 100 Jahren wurden nämlich in der Region des heutigen Landkreises Nordsachsen, und zwar konkret in Eilenburg, Autos hergestellt.

Im Mai gab es beim Stammtisch des Eilenburger Burgvereins einen Multi-Media-Vortrag. Stephanie und Andreas Bechert – beide Mitglieder des Eilenburger Geschichts- und Museumsvereins – berichteten über Max Alverdes und seinen Traum von der „Autostadt Eilenburg“. Von 1909 bis 1914 wurden in den Eilenburger Motorenwerken ausgezeichnete Automobile produziert. Unter dem Markennamen „EMW“ waren die Fahrzeuge auf der Internationalen Automobilausstellung präsent – ein EMW schaffte im Ersten Weltkrieg sogar den weiten Weg bis hinunter nach Arabien. Hinter den Eilenburger Motorenwerken verbirgt sich ein Name: Max Alverdes. Der geschäftstüchtige Industrielle etablierte nicht nur die Automobilindustrie in der Muldestadt, sondern er fertigte hier auch Motoren in vielen Größen und für unterschiedliche Anwendungszwecke.

Viel Resonanz nach Vortrag über Autostadt

Das Thema hat nach dem Vortrag im Mai viele Technik- und Automobilfreunde interessiert und bewegt. Die Nachfrage, wo man all dies später einmal nachlesen kann, war groß. Das Verleger-Ehepaar machte sich dann noch einmal auf den Weg und recherchierte weitere Details aus der Zeit der Eilenburger Motorenwerke und aus dem Leben von Max Alverdes. Auf ihrer Suche gab es viele neue Entdeckungen. Bei Oschatz fand man ein Foto eines EMW – mit einer verblüffenden Geschichte als Zugabe. In der Nähe von Tornau konnte man einen echten, über 100 Jahre alten EMW-Motor in Aktion erleben. Aus einer Stadt unweit von München meldete sich die Enkelin von Max Alverdes. All diese alten und neuen Erkenntnisse sind nun in einem interaktiven Buch zusammengefasst – in Bild, im Text und als Film. Stephanie Bechert: „Das Buch ist ein Stück Geschichte Deutschlands, der Automobilindustrie und der Stadt Eilenburg – die bisher unbekannt war, aber eigentlich in die Geschichtsbücher gehört“.

Verkaufsstart ist am 7. Dezember 2018 im Buchhaus von Kristin Hennig, im Fachhandel für Bürobedarf von Brigitte Kanitz, im Eilenburger Museums-Shop und in der Zeit vom 14. bis 16. Dezember auf dem Eilenburger Weihnachtsmarkt in der Stadtkirche St. Nikolai. Die Auflage ist limitiert. Online-Bestellung sind auch direkt über den Verlag möglich: www.bechert-design.de. Der Kaufpreis beträgt 11,50 Euro.

Von LVZ

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der Eilenburger Burgberg ist ab kommendem Jahr um eine Attraktion reicher. Der Chemnitzer Künstler Michael Stapf wird das Spielobjekt „Erbsenschütte“ bauen. Das hat der Stadtausschuss beschlossen.

05.12.2018

Rolle rückwärts im Eilenburger Stadtrat: Der Vertrag mit der Veranstalter-Agentur Coex, der im November noch keine Mehrheit fand, wurde einen Monat später nun doch vom Stadtrat abgenickt.

04.12.2018

Der Streit um die Textilreinigung wird Eilenburg weiter beschäftigen. Der Stadtrat sprach sich nun mehrheitlich für Verkaufsverhandlungen aus. Ein Prozedere mit vielen Fragezeichen.

04.12.2018