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Eilenburg Neues Domizil für 40 Schüler in Eilenburg: Caritas läutet Baufinale ein
Region Eilenburg Neues Domizil für 40 Schüler in Eilenburg: Caritas läutet Baufinale ein
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00:39 23.07.2015
Markus Müller (rechts) und Winfried Preden vor der neuen Grundschule, in der nach den Ferien der Betrieb für vier Klassen aufgenommen wird. Quelle: Karin Rieck
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Eilenburg

Die Handwerker begannen vor einem Jahr mit den Arbeiten, sollten eigentlich bis April im Wesentlichen fertig werden. Wenn das Schuljahr 2015/16 startet, werden 40 Grundschüler in die neuen Räume einziehen können. "Wir schaffen das", zeigten sich in dieser Woche Markus Müller, Einrichtungsleiter des St. Martin Caritas Hilfeverbundes, und Winfried Preden, Leiter des Servicebereiches Bau- und Gebäudemanagement der Caritas-Trägergesellschaft St. Mauritius gGmbH (ctm), nach dem jüngsten Baurapport optimistisch.

Noch ist die Fassade eingerüstet. Aber im Inneren des Zweigeschossers sind die Räume bereits frisch renoviert. Zwischenbauten aus den 1980er Jahren wurden abgerissen, um den historischen Bestand aus den 1920er Jahren im Stil des Historismus wieder zu vervollkommnen. Die nunmehr auferstandenen Laubengänge ergänzen die Räume künftig als eine Art grünes Klassenzimmer, war zu erfahren. "Auch ein neues Informatikkabinett wird eingerichtet", ergänzte Müller. Vom Dachausbau bis zu neuen Sanitäreinrichtungen im Keller sind gut eine Million Euro investiert worden, zu 40 Prozent gefördert. "Die Symbiose von Denkmal- und Brandschutz sowie energetischer Sanierung hat uns vor zahlreiche Herausforderungen gestellt", begründete Baumanager Preden den nunmehr knappen Zeitplan. Bei einem Tag der offenen Tür werde Eltern und Schülern am 19. August angeboten, sich ein Bild machen.

Vier Klassen mit je zehn Schülern werden in der Förderschule für Erziehungshilfe ab dem neuen Schuljahr im neuen Domizil lernen. Seit dem Ende der 1990er Jahre waren sie im Haus 8 untergebracht, das modernen Anforderungen nicht mehr genügte. In neuen Gebäuden werden künftig je eine zweite und dritte Klasse, die vierte ist zweizügig, betreut. Die bereits sanierte Mittelschule des Caritas-Komplexes besuchen 50 Fünft- bis Neuntklässler. Neben dem Altenpflegezentrum St. Martin gehören zum zunehmend nachgefragten Aufgabenbereich der Caritas-Einrichtung das Kinder- und Jugendheim mit 45 Schützlingen, die integrative Familienhilfe, die Erziehungs- und Familienberatung, die ökumenische Kindertagesstätte sowie der Bereich Ausbildung und Beschäftigung. "Im Bereich der Inobhutnahme werden wir ab 1. August außerdem eine neue Gruppe mit acht Plätzen eröffnen", kündigte der Einrichtungsleiter an. Diese werde im Erdgeschoss des Hauses 5, in dem es im vergangenen Jahr gebrannt hatte und das wieder in Ordnung gebracht wurde, eingerichtet. Und zwar für Kinder und Jugendliche, um die sich kurzfristig im Auftrag des Kreisjugendamtes gekümmert werden muss. Das sei beispielsweise der Fall, wenn Alleinerziehende wegen Krankheit keinen anderen Weg sehen oder Jugendliche vorübergehend aus ihren Familien raus wollen, bis es eine Lösung gibt. Nicht zuletzt sind es minderjährige Flüchtlinge ohne Familienanschluss, für deren Unterbringung mehr Bedarf gesehen wird. Zwei 13- und 17-Jährige, die nach eigenen Angaben aus dem Grenzgebiet Afghanistan/Iran stammten und ohne Papiere in Nordsachsen landeten, seien im vergangenen Jahr in Eilenburg vorübergehend aufgenommen worden, so Markus Müller auf Nachfrage. "Das Größte war für sie zunächst, in Frieden schlafen zu können."

Rund 100 Mitarbeiter des Hilfeverbundes sind in der Eilenburger Zentrale sowie Außenstellen in Delitzsch, Bad Düben und Schkeuditz beschäftigt. Zu Markus Müllers Leitungsteam gehören Pflegedienstleiterin Yvonne Gansauge im Altenheim, Schulleiterin Andrea Helzig und die pädagogische Leiterin Cindy Witschorkäwitsch im Bereich der Erziehungshilfen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 20.07.2015
Von Karin Rieck

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