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Eilenburg Neues Naturschutzgebiet bei Battaune sorgt weiter für Unruhe
Region Eilenburg Neues Naturschutzgebiet bei Battaune sorgt weiter für Unruhe
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07:00 29.04.2016
Vernässungen im Bereich der Schwarzbachniederung in der Gemeinde Doberschütz Quelle: privat
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Doberschütz/Laußig

Der April ist fast vorbei und im Doberschützer Ortsteil Wöllnau wird spekuliert: Warum ist es ums neue Naturschutzprojekt Schwarzbachniederung still geworden? Obwohl die Leiterin des Umweltamtes der Kreisbehörde, Antje Brumm, Ende 2015 vor Ort zugesagt haben soll, im Februar im Heidedorf den Zwischenstand erläutern zu wollen.

Wie berichtet, hatten viele Wöllnauer Ende November eher zufällig von Plänen erfahren, dass in der Gemeinde Doberschütz, Bereich Wöllnau-Battaune, sowie im Umfeld von Görschlitz das neue Naturschutzgebiet „Schwarzbachniederung“ installiert werden soll. Kritisiert wurde, dass die Bekanntmachungen des Landkreis nur im Internet erschienen. Kaum drei Wochen blieben Zeit für die Einwendungen der Bürger. Die Bemühungen des Amtes, bei einem Infoabend „den Bürgern das Naturschutzgebiet schmackhaft zu machen und eventuelle Befürchtungen abzubauen“, schlugen fehl, erinnerte jetzt der Wöllnauer Winfried Hauck. Das Vorhaben „im Schatten der Flüchtlingskrise still und heimlich durchzuwinken“, vermutet der Landwirt, funktioniere auf Grund des Protestes der Bürger nicht. Mit den rund 400 Einwendungen aus den beiden Gemeinden und den Antworten darauf sowie den Aktivitäten des Rechtsbeistandes, den die Gemeinden Laußig und Doberschütz zusätzlich angeschoben haben, ist die Untere Naturschutzbehörde nach wie vor beschäftigt und eine zweite Runde des Festsetzungsverfahrens, das im Oktober angeschoben wurde, notwendig. Also Verzug auf unbestimmte Zeit.

In der jüngsten Zusammenkunft des Doberschützer Gemeinderates informierte Bürgermeister Roland Märtz (CDU) auf Anfragen, dass die juristische Vorgehensweise nicht darauf abziele, das Naturschutzprojekt zu blockieren, sondern für ein erträgliches Maß Kompromisse zu finden. Kritisiert worden waren unter anderem Einschränkungen für die Landwirtschaft, Eingriffe ins Eigentum, weitere Vernässungsgefahren und die Gewässerpflege. Mitte Mai werde bei einem Termin mit den Anwälten, beiden Gemeinden und Fachleuten über die nächsten Schritte gesprochen. Gemeinderat Karsten Ittner (CDU) wies noch darauf hin, dass auch in den Ortschaftsräten, Jagd- und Landwirtschaftsverbänden dazu aktuelle Informationen zu bekommen sind. Der Landkreis, hatte Märtz zudem erfahren, ließe momentan ein neues hydrologisches Gutachten für das Gebiet erstellen. Das Bau- und Umweltdezernat wies im elektronischen Amtsblatt des Landkreises zuletzt auf bodenkundliche Untersuchungen hin, die zwischen April und Juni auf den betroffenen Grundstücken stattfinden. Für Details soll es unter Telefon 03423 70974156 im Umweltamt Auskunft geben. Antje Brumm war nicht zu erreichen.

Von Karin Rieck

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