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Eilenburg Nordring 14: Kauf in der Diskussion
Region Eilenburg Nordring 14: Kauf in der Diskussion
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17:20 19.05.2015
Sie sind immer noch da, die Gebäude, welche die Stadt mit der Absicht, sie abzureißen und den Grüngürtel fortzuführen, vor sechs Jahren kaufte. In den niedrigen Häusern links ist die Textilpflege Wagner untergebracht. Das größere, ein Wohngebäude (rechts), steht seit dem Tod des Eigentümers leer. Quelle: Heike Liesaus

Der Grüngürtel soll geschlossen werden. Betreiberin Cornelia Wagner aber will bleiben, machte in einer emotionalen Ansprache im Stadtrat auf das Problem aufmerksam, setzte die Diskussion erneut in Gang. Nun scheint Bewegung in die Sache zu kommen.

Von Heike Liesaus

Eigentlich sei jahrelang klar gewesen, dass der Miet-Vertrag für die Wäscherei am Nordring 14 nur bis 2014 läuft, darauf wies Oberbürgermeister Hubertus Wacker (parteilos) noch einmal im Gespräch mit der Kreiszeitung hin. Die Sache sei bereits vor sechs Jahren ausdiskutiert worden, erklärte auch Heiko Leihe, im Rathaus für Wirtschaftsförderung zuständig: "Der Plan, den Grüngürtel fertigzustellen, war nie in Frage gestellt." Der Erwerb des Grundstücks sei genau zu diesem Zweck erfolgt. Denn immerhin seien für das Projekt zuvor auch andere Häuser abgebrochen, private Gärten zur öffentlichen Grünfläche gemacht worden. Jetzt solle wieder alles auf Anfang gestellt werden? Es gehe da auch um die Berechenbarkeit von Stadtratsentscheidungen. "Wir hatten Alternativ-Grundstücke angeboten. Es waren sogar Fördermittel zur Verlagerung angeboten worden. Frau Wagner hätte in den Jahren etwas unternehmen müssen", so Wacker.

Allerdings war der Wäschereibetreiberin damals zuerst auch angeboten worden, Kosten der Verlagerung zu übernehmen, war dazu sogar von einem Gutachten die Rede. Geld, das die Stadt dann aber sparen konnte, als sich der zeitliche Druck des Sanierungsprogramms lockerte. Es läuft nun 2016 und nicht 2013 aus. Damit konnte die Stadt den Mietvertrag einhalten und war aus der Pflicht, sich finanziell am Umzug zu beteiligen oder die Eilenburgerin entschädigen zu müssen. Ein Gutachten wurde nicht mehr erstellt.

Eines sei nun klar: "So wie es ist, wird es nicht weitergehen", stellte Wacker fest. Nun müsse entweder eine Lösung gefunden werden, oder der Vertrag läuft aus und der Abriss steht an. Wenn die Betreiberin bleiben wolle, müsse sie ein konkretes Angebot machen. Die Stadt habe damals 140000 Euro für das Areal gezahlt.

Cornelia Wagner will vor allem eines: die Textilpflege am Nordring 14 erhalten und weiterbetreiben. "So einfach ist es nicht, einen Betrieb, in den fast eine halbe Million D-Mark investiert wurde, zu verlagern." Immerhin gehe es um Arbeitsplätze. Der kleine, nun schuldenfreie Betrieb hatte in den mehr als 20 Jahren seines Bestehens immer fünf bis sechs Mitarbeiter und geringfügig Beschäftigte. Ein Standort wie dieser sei nicht wieder zu finden: Nahe genug an der Stadt für Kunden, die zu Fuß kommen, und trotzdem mit der Möglichkeit, die Textilien gleich hinter dem Ladenlokal zu behandeln. Sie wolle das Grundstück kaufen. "Jedoch sollte ein aktuelles Wertgutachten Grundlage der Verhandlungen und der Vorlage im Stadtrat sein."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 16.04.2013

lis

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