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Eilenburg Nordsachsen: Immer weniger Bäume am Straßenrand
Region Eilenburg Nordsachsen: Immer weniger Bäume am Straßenrand
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10:00 16.05.2016
An den landeseigenen Straßen in Nordsachsen wurden mehr Bäume gefällt als neu gepflanzt. Quelle: Heike Liesaus
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Nordsachsen

An den Straßen im Landkreis Nordsachsen werden weit mehr Bäume gefällt als neu gepflanzt. Darauf wies jetzt der Grünen-Landtagsabgeordnete Wolfram Günther hin. So habe es in den Jahren 2013 bis 2015 insgesamt 3350 Fällungen an den landeseigenen Straßen im Landkreis gegeben, aber nur 1310 Pflanzungen. Dies gehe aus den Zahlen hervor, die Umweltminister Thomas Schmidt (CDU) nach einer Anfrage der Grünen-Fraktion vorgelegt hat.

In anderen Regionen des Freistaates biete sich jedoch ein ähnliches Bild. Der einzige Landkreis, in dem die Neupflanzungen relativ nahe an die Fällzahlen herankommen, sei Mittelsachsen – mit 3970 gefällten und 3300 neu angepflanzten Bäumen. Sachsenweit stünden 25 290 Fällungen an den Straßen, für die der Freistaat Verantwortung trägt, nur 10 040 Neuanpflanzungen gegenüber.

„Einerseits mag es die Verkehrssicherungspflicht bedingen, dass gerade an Straßen viele Bäume gefällt werden müssen. Andererseits steht dort der nötige Raum für Bäume zur Verfügung und ist die Vorbildwirkung am größten, weil auf den Straßen viele Menschen unterwegs sind“, erklärte der Umweltpolitiker Günther. „Herausgehobene Bedeutung haben Straßenbäume als Filter für Schadstoffe, Feinstaub und Lärm sowie für das Landschaftsbild. Gerade für attraktive ländliche Räume kommt Straßenbäumen eine nicht zu unterschätzende Bedeutung zu.“

Auf anderen Flächen des Freistaates sieht es durchwachsener aus – so beispielsweise auf den flussnahen Flächen, die die Landestalsperrenverwaltung unterhält. In Nordsachsen wurden auf solchen Arealen im Zeitraum 2013 bis 2015 nur etwa 50 Bäume gefällt, etwa 1140 entwickelten sich dagegen spontan oder wurden neu gepflanzt. „Das ist eine gute Entwicklung“, so Günther. „Denn gerade unsere Flusslandschaften sind die Perlen des Naturschutzes und der Naherholung in Sachsen. Wenn wir in Sachsen Wert auf biologische Vielfalt, Biotopverbund und Vorsorge vor dem Klimawandel Wert legen, gehören Bäume in großem Maße dazu.“ Auch in den Schlössern und Gärten Sachsens wurden wenige Baumfällungen durchgeführt und Neupflanzungen erfolgten zumeist mit einheimischen Arten, wie Günther erfreut feststellt.

Von pm

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