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Eilenburg Nordsachsen kämpft weiter mit den Schäden des Juli-Sturms
Region Eilenburg Nordsachsen kämpft weiter mit den Schäden des Juli-Sturms
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So schlimm wütete der Sturm am 18. Juli in Nordsachsen: Hier ein Foto aus dem Stadtpark in Eilenburg. Quelle: Anke Herold
Nordsachsen

Saskia Petzold, Sachbearbeiterin Service und Öffentlichkeitsarbeit bei Sachsenforst, kennt die genauen Zahlen. Danach gehe man allein für den Staatswald im Forstbezirk Taura von 11.400 Festmeter Schadholz im Landeswald aus. Weitere 8800 Festmeter seien zudem im Privat- und Körperschaftswald angefallen.

"Im Landeswald sind derzeit reichlich 8000 Festmeter aufgearbeitet", so Saskia Petzold. Sie verweist zugleich darauf, dass es sich dabei aber auch um Holz der Bäume handelt, die bereits dem Sturm am 31. März zum Opfer fielen. Zur Behebung der Sturmschäden im Landeswald, so Saskia Petzold weiter, sind alle 27 Forstwirte des Forstbezirkes Taura eingesetzt worden. "Neben der Schadholzberäumung waren sie aber auch bei der Verkehrssicherung und bei Zaunreparaturen im Einsatz."

Zusätzlich zu den eigenen Mitarbeitern sind Forstunternehmen mit schwerer Technik beauftragt worden. Derzeit, so führte Saskia Petzold weiter aus, "muss daher nur noch im Revier Jagdhaus Schadholz aufgearbeitet werden." Dieses Revier, das östlich von Pressel liegt und auch das Presseler Heidewald- und Moorgebiet umfasst, war mit 3800 Festmetern Bruchholz das am stärksten betroffene Revier des Forstbezirkes Taura. Die Schadholzaufarbeitung wird aber auch hier voraussichtlich noch im November abgeschlossen sein. In den übrigen Revieren müsse überwiegend nur noch gerückt werden, also das im Wald liegende Holz muss an den Waldwege und Straßen gepoltert (aufgeschichtet) werden, so dass es dann von den Holzkäufern abgefahren werden kann. Ein Teil des Schadholzes verbleibt aber als Totholz in den Wäldern und dient dort ökologischen Aspekten. Neuanpflanzungen auf den entstandenen Blößen sollen dann hauptsächlich im Frühjahr 2016 erfolgen.

Zu den noch immer nicht zu übersehenden Sturmschäden in dem Wald zwischen Görschlitz und Authausen kann Saskia Petzold keine näheren Aussagen machen. "Dabei handelt es sich um einen nicht von uns betreuten Privatwald", so die Mitarbeiterin von Sachsenforst. Mit sechs Waldbesitzern aus diesem Bereich habe der Forstbezirk Taura aber Vereinbarungen und in deren Auftrag rund 1800 Festmeter Holz verkauft. Dabei werde immer zwischen hochwertigem sägefähigen Holz und Industrieholz unterschieden. Etliche kleinere Waldbesitzer würden insbesondere Einzelbrüche und -würfe aber auch selbst zu Brennholz aufarbeiten.

Ilka Fischer