Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Eilenburg Nordsachsens VHS-Zentrale jetzt in Eilenburg
Region Eilenburg Nordsachsens VHS-Zentrale jetzt in Eilenburg
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:45 19.05.2015

Er beherbergt in zentraler Lage quasi jetzt auch das Herz der Bildungs- und Freizeiteinrichtung des Landkreises Nordsachsen. Und das schlägt offenbar kräftig in der Tradition von Martin Rinckart, des großen Sohnes der Stadt, wie in der Eröffnungsveranstaltung fürs neue Schuljahr am Dienstagabend deutlich wird.

Gemäß dem Motto des Abends "Die Kraft der Worte" würdigen alle Redner das Andenken Rinckarts, ziehen Parallelen zum aktuellen Auftrag der Volkshochschule. Während hinter dem Pult das überdimensionale, emotional bewegende Gemälde vom mittelalterlichen Bittgottesdienst mit Martin Rinckart in Sankt Nikolai einmal mehr die Szenerie in der Aula dominiert. Eilenburgs Oberbürgermeister Huberts Wacker (parteilos) zeigt sich vor allem froh, dass nach langwierigen Debatten um Schulnetzplanung und der gymnasialen Entwicklung in der Muldestadt das Haus Rinckart - in dem das Gymnasium an seine Grenzen stieß - mit der Nachnutzung zweier Geschosse durch die Volkshochschule eine Bestimmung fand, die der Tradition des über 100 Jahre alten Gemäuers entspricht. "Das ist eine glückliche Lösung", lobt Wacker, "auch wenn ich weiß, dass mir viele Eilenburger die Entscheidung für den Gymnasiumsstandort in Eilenburg-Ost bis heute nicht verzeihen." Die Bedeutung der Volkshochschule wachse aber, betonte Wacker. Demografische Entwicklung, die Situation auf dem Arbeitsmarkt und die Förderung des Nachwuchses seien Herausforderungen, auf die sich das Angebot in diesem neuen Haus für Bildung und Kultur - nicht nur für die Bürger der Muldestadt, sondern auch die Region - einstellen sollte.

"Die Volkshochschule muss sich verändern." Daran knüpft auch Professor Ulrich Klemm, Geschäftsführer des Sächsischen Volkshochschulverbandes, in seiner Festansprache Vorschläge: Globalisierung, Integration, Migration, neue Lernkultur und neue Medien - das seien Schwerpunkte für die nächste Zeit an diesem Ort. Für mittel- und langfristige Planungen bräuchte es aber auch Finanzsicherheit. Zahlungsbereites Publikum ginge zurück. Die Volkshochschule erreiche die Menschen nicht nur mit der Kraft der Worte, sei auch ein Ort der Begegnung, des Austauschs, der Lebenshilfe, ein gesellschaftlich-politischer Ort, der wertvolle Alternativen zur digitalen Anonymität bietet.

Zwei bis fünf Prozent Zuwachs seit der Fusion der Regionen zur Volkshochschule Nordsachsen im Januar 2012 kann Leiter Norbert Morch nach dem ersten Jahr vermelden. Und für die Außenstelle Eilenburg hat Thomas Liegau im neuen Schuljahr insgesamt bis zu 240 Veranstaltungen im Visier, im Vergleich zu knapp 180 im vergangenen Schuljahr. Ein Blick ins aktuelle VHS-Programm lohnt sich also.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 19.09.2013

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Auf dem Obsthof in Wöllmen ist Sonntag Abend das zweitägige Hoffest zu Ende gegangen. Tausende Besucher erlebten regionale Produkte, Kunst und Kleintierzucht in der Scheune sowie altes Handwerk.

15.09.2013

[gallery:700-NR_LVZ_GALLERY_27123]Glaucha. Einem mit Spannung erwarteten Abend folgt die Ernüchterung: "Wir haben vorher gewusst, dass nicht viel herauskommt. Aber wir werden für unsere Interessen weiterkämpfen", urteilten am späten Montagabend zahlreiche Bürger nach dem Kirchgang.

19.05.2015

Darüber hat sich nicht nur die Spätsommersonne ordentlich gefreut: Die Premiere des Marktes der Vereine am Sonnabend in Eilenburg verwöhnte Klärchen mit der schönsten Wärme.

19.05.2015
Anzeige