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Eilenburg Notwohnung in Eilenburg – Übernachtung kostet 15 Euro
Region Eilenburg Notwohnung in Eilenburg – Übernachtung kostet 15 Euro
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10:00 10.03.2017
Das Haus an der Mulde steht nun erst einmal leer. Das Obdachlosenheim ist geschlossen. Quelle: Wolfgang Sens
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Eilenburg

Statt des Obdachlosenheims hält die Stadt Eilenburg jetzt Notwohnungen als Unterkunft für obdachlose Menschen vor. Sie sollen vorwiegend Eilenburgern dienen, die in die Situation gekommen sind, kein Dach überm Kopf zu haben. „Einwohner aus Fremdkommunen und wohnsitzlose Personen werden im Bedarfsall für eine Nacht, maximal für drei Nächte am Wochenende aufgenommen“, legt die Satzung fest, die jetzt im Stadtrat beschlossen wurde. Die Benutzungsgebühr beträgt 15 Euro pro Person und Nacht.

Eilenburg spart Geld

Der Betrag wird für die Betroffenen normalerweise vom Sozialamt des Landratsamtes oder vom Jobcenter übernommen. Grundlage für die Höhe der Gebühr sei eine Schätzung der anfallenden Kosten in Höhe von 11 100 Euro jährlich. Demgegenüber wird mit Einnahmen in Höhe von 1000 Euro gerechnet. Laut Haushaltsplan wird die Stadt mit der Beendigung des Betreuungsvertrags fürs Obdachlosenheim den bisherigen Zuschuss in Höhe von 53 000 Euro pro Jahr sparen. Es wird mit Mietkosten in Höhe von 5000 Euro gerechnet. Für die Plätze im Haus an der Mulde hatten die Gebühren zuletzt 10 Euro pro Nacht und Person betragen.

Die Wohnung ist nun bei der Eilenburger Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft angemietet. Die Nutzer werden per Einweisungsverfügung von Polizei oder Stadtverwaltung im Obdachlosenheim beherbergt.

Haustiere bleiben draußen

„Wir haben einen Vertrag mit der Sächsischen Wach- und Schließgesellschaft. Wenn sie jemand bei der Polizei meldet oder von der Polizei jemand wohnungslos aufgefunden wird, dann haben die den Schlüssel und lassen den Bedürftigen in die Wohnung“, erläuterte Annett Krause, Leiterin des Bereichs Bürgerservice. Die Betroffenen dürfen grundsätzlich nur „persönliche Sachen in notwendigem Umfang“ in die Wohnung bringen. Alles andere nur mit Genehmigung. Nicht erlaubt sind zum Beispiel Möbel und elektrische Geräte, ebenso Haustiere. Es soll aber noch eine extra Hausordnung geben, sodass Geräte wie Elektrorasierer auch benutzt werden könnten, wurde in der Ratssitzung erklärt.

Eilenburg war eine der letzten Städte in der Region, die ein Obdachlosenheim vorhielt. Delitzsch hat bereits seit Jahren keins mehr. Das Obdachlosenheim im Haus an der Mulde wurde zum Jahresende geschlossen. Es gab zuletzt nicht mehr den Bedarf für die dort vorgehaltenen Kapazitäten.

Von Heike Liesaus

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