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OBM-Wahl: Jürgen Clauß (61) will Gewerbe und Schulen stärken

OBM-Wahl: Jürgen Clauß (61) will Gewerbe und Schulen stärken

Jürgen Clauß macht das Kandidaten-Quartett für die Oberbürgermeisterwahl in Eilenburg voll. Die Linke, mit 90 Mitgliedern stärkste Partei in der Muldestadt, will ihn ins Rennen schicken (wir berichteten).

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Jürgen Clauß hier am Butzbacher Platz, macht das Quartett der Eilenburger Oberbürgermeisterkandidaten komplett.

Quelle: Wolfgang Sens

Eilenburg. "Als ich von der Nominierung von Torsten Pötzsch durch die SPD in der Zeitung las und dann auch schon klar wurde, dass Steffi Schober für die CDU ins Rennen geht, hatte ich mich schon gefragt, wen ich eigentlich wählen würde", beschreibt der promovierte Physiker, wie es zu seiner Kandidatur gekommen war. Seine offizielle Nominierung soll am 7. Februar sein. Als Parteiloser engagiert er sich in den Reihen der Fraktion der Linkspartei bereits im Stadtrat. Die Ortsvorsitzende Edda Lachmann habe ihn offiziell angefragt, ob er antreten wolle. "Ich denke, Demokratie kann nur leben, wenn die Wähler auch tatsächlich eine Auswahl haben", sagt Clauß. "Und ich schätze, im Falle einer Wahl würde ich das sieben Jahre gut hinbekommen. Auch wenn ich weiß, dass das kein leichtes Amt ist, sonst hätte sich Hubertus Wacker nach 21 Jahren als OBM vielleicht noch einmal gestellt." Mit seinen 61 zähle er zwar bereits zwei Lenze mehr als der aktuelle Amtsinhaber, aber gesundheitliche Probleme könnten nun mal auch Jüngere bekommen. Einen gewissen Einblick in die Abläufe habe er dank seiner Tätigkeit als Stadtrat bereits gewonnen.

Die Ausweisung des Butzbacher Platzes, welcher der Partnerstadt im Westen Deutschlands gewidmet ist, sieht er als einen seiner Schwerpunkte der letzten Zeit an. "Dieser soll auch daran erinnern, dass wir lange nicht die Möglichkeit hatten, diese Orte zu besuchen." Auch wenn er selbst bis 1990 SED-Mitglied war: "Ich habe damals selbst gesagt, das kann nicht so weitergehen. Beispielsweise kam der Klempner zu denjenigen, die Westgeld zahlten, sofort. Wer normal zahlte, musste wochenlang warten."

Damals angestellt beim Leipziger Kombinat Geophysik war er nach der Wende Gesamtbetriebsratsvorsitzender, blieb gewerkschaftlich aktiv, ist heute noch Mitglied der IG Bergbau, Chemie, Energie. Seit 2003 wirkt er im Vorstand der Eilenburger Ortsgruppe des Sozialverbandes VdK mit. In eine Partei trat er nicht wieder ein. Als Geophysiker pendelte er von 1995 bis 1999 zu einer Firma nach Hannover. 1996 aber zog der Leipziger nach Eilenburg. Der Liebe wegen. Aus erster Ehe hat er zwei Söhne, die mittlerweile in den 30ern sind. Beruflich eröffnete ihm das Nachhilfeinstitut Studienkreis eine neue Perspektive. 2003 erst als Honorarkraft, dann auf Teilzeit angestellt. Und seit Oktober 2009 ist er Inhaber der Eilenburger und Bad Dübener Filialen.

Was ist ihm als OBM wichtig? "Einen soliden Haushalt weiterzuführen. Dieser ist Grundlage für alles andere. Priorität hätte auch, den Kontakt zu örtlichen Händlern, Handwerkern und Betrieben zu halten, die letztlich über die Gewerbesteuern die Einnahmeseite stärken. Das Rathaus sollte da alles tun, was in seinen Möglichkeiten steht." Ansonsten gehe es jetzt vor allem darum, Bestehendes zu erhalten und auszubauen. Er nennt Stichpunkte wie Eilenburg als Mittelzentrum, das Träger einer funktionierende Oberschule ist und dessen wohnortnahe Grundschulen in den Stadtteilen erhalten werden sollten. Mittlerweile sehe er auch die freie Grundschule gerade wegen ihrer kleinen Klassen als eine wichtige Alternative an. Er denke ebenfalls an das Amtshaus auf dem Berg: "Wir brauchen ein Konzept, müssen wissen, was wir damit machen wollen. Es wird nicht reichen, es nur außen schön zumachen."

Bisher gibt es mit Jürgen Clauß, Steffi Schober (CDU), Torsten Pötzsch (SPD) und Ralf Scheler (parteilos) vier Kandidaten für die Oberbürgermeister-Wahl am 7. Juni in Eilenburg. Am 11. Mai endet die Frist für Wahlvorschläge.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 03.01.2015
Von Heike Liesaus

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