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Eilenburg Obst und Gemüse für die Tafel in Eilenburg
Region Eilenburg Obst und Gemüse für die Tafel in Eilenburg
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21:00 26.08.2016
Insgesamt 170 Kilo Gemüse und Ost werden an einem Tag ausgeliefert. Quelle: Heike Liesaus
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Eilenburg

Die Kisten stehen halb zehn am Vormittag zum Verladen bereit: Frisch geerntete Kartoffeln mit roter Schale, längliche und runde Zucchini, frühe Äpfel, rote und gelbe Tomaten, einige Bohnen und auch ein Körbchen Kräuter sind dabei. Zirka 170 Kilo Gemüse und Obst können die zehn Frauen und Männer diesmal an die Eilenburger Ausgabestelle der Delitzscher Tafel liefern. Seit März ist die Maßnahme als Beschäftigungsgelegenheit unter Regie der SBH Südost, Standort Eilenburg, im Gange. Die SBH Südost ist eine der vier regional verankerten Gesellschaften der SBH-Gruppe – einem der größten bundesweiten Bildungsdienstleister, der in Sachen Bildung in Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Thüringen und Bayern tätig ist.

Erdbeeren, Salat, Radieschen, Zwiebeln, Kirschen wurden in den vergangenen Wochen bereits in beträchtlichen Mengen an die Tafel geliefert, erzählen die Gärtner auf Zeit. So richtig zufrieden ist der Eilenburger René Wagner, der die Tafelgärtner seit einigen Jahren anleitet, mit der Ausbeute diesmal aber trotzdem nicht. „Das war nicht so ein gutes Gartenjahr, trotz des Regens. Für die Gurken zum Beispiel war’s in diesem Jahr einfach zu kalt.“

Bis zum Oktober läuft das Ganze noch. „Wir machen die Gärten dann auch wieder winterfest und bereiten schon fürs nächste Frühjahr vor, graben die Beete um, schneiden Hecken und Sträucher“, wird in der Runde erzählt. Für die Teilnehmer war’s meist nicht der erste Gartenkontakt. Die meisten bewirtschaften selbst ein Areal in einer Eilenburger Anlage. „Ich würde sowas auch beruflich gern machen. Ich mag die Arbeit im Freien“, sagt zum Beispiel Cindy Schmidt (37), die einst Holzverarbeitung gelernt hatte.

Bevor sich das Fahrzeug mit den Obst- und Gemüsekisten in Bewegung setzt, wird alles noch ausgabefertig in Portionsbeutel verpackt. Was ist für den Rest der vierstündigen Arbeitszeit zu tun? „Unkraut jäten“, ist aus den Reihen zu hören. Das wächst leider von allein am besten.

Von Heike Liesaus

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