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Ochelmitzer Biogasanlage lässt wärmeliebende Welse wachsen

Fischzucht bei Eilenburg Ochelmitzer Biogasanlage lässt wärmeliebende Welse wachsen

Die Fische aus der Welszucht in Ochelmitz bei Eilenburg waren besonders über die Feiertage gefragt. Aber generell hat sich dieser Betriebsteil der Agrargenossenschaft Jesewitz gut etabliert, die Produktpalette ist in den vergangenen sechs Jahren gewachsen.

Mitarbeiter Ingo Vetterlein mit einem Exemplar der kräftigen Fische.

Quelle: Wolfgang Sens

Jesewitz. Der Clarias gariepinus, der Afrikanische Wels, ist gefragt. Die ersten Kunden stehen pünktlich um 14 Uhr an der Tür, wenn freitags der Hofverkauf an der Ochelmitzer Außenstelle der Agrargenossenschaft Jesewitz startet. Das war bei den Sonderverkäufen vor Silvester und Heiligabend so. Am spartanisch eingerichteten Verkaufsstand gibt es Fisch aus der eigenen Zucht. Die startete Ende 2009 in dem Jesewitzer Ortsteil.

Mittlerweile kommen jährlich 100 Tonnen der Flossentiere aus den Ochelmitzer Becken, die in den ehemaligen Großgaragen installiert sind. Für die Welse werden dort natürliche Lebensbedingungen nachgebildet. Sie mögen es warm und schummrig. Dafür sorgt die Biogasanlage. Diese produziert eigentlich Strom, aber dabei entsteht auch Wärme, die sollte nicht verpuffen. Das gab Ausschlag, mit der Zucht anzufangen.

Für die afrikanischen Fische herrschen ständig 28 Grad Wassertemperatur. Die Welse müssen sogar mit hoher Besatzdichte gehalten werden, dann verhalten sie sich wie Schwarmfische. Bei zwei in einem Becken würde jeder sein Revier verteidigen. So sind sie an die Heimat-Flüsse angepasst, die mal sehr viel und mal wenig Wasser führen. Die Setzlinge kommen mit etwa 50 Gramm an, mit etwa anderthalb Kilo sind sie verkaufsbereit.

„Antibiotika verwenden wir überhaupt nicht“, erklärt Agrarchef Reiner Dietrich. Wasser aus einem eigenen Brunnen durchströmt die Anlage ständig. Die Welse werden jedoch nicht auf dem Hof verarbeitet: „Wir liefern jede Woche nach Schkölen in Thüringen.“ Sogar zu Grillwürsten wird das Fleisch verarbeitet. Die müssen auch extra bestellt werden. „Wer denkt, das ist eine Thüringer, liegt da natürlich verkehrt. Aber sie schmeckt auch nicht fischig. Auf alle Fälle ist es sicher gesünder“, beschreibt Mitarbeiter Ingo Vetterlein.

Mittlerweile wird sogar Nahrung für Hunde und Katzen aus Wels angeboten. Da gibt es Sticks. Die Vierbeiner mögen aber auch die getrocknete Haut, um darauf herumzukauen.

 

Von Heikel Liesaus

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