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Eilenburg Opferverein erinnert an DDR-Heimkinder in Eilenburg
Region Eilenburg Opferverein erinnert an DDR-Heimkinder in Eilenburg
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16:57 23.10.2015
Das ehemalige Schneller-Heim in Eilenburg war in der DDR ein Spezialheim zur Umerziehung von Kindern. Quelle: Peter Endig
Eilenburg

Das teilte gestern Corinna Thalheim mit. Sie ist die Vorsitzende der Betroffeneninitiative "Missbrauch in DDR-Heimen" in Torgau, wo sich die Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof befindet. Das ehemalige Eilenburger Heim, das 1994 von der Caritas übernommen wurde, war in der DDR das größte Spezialheim zur Umerziehung von Kindern und Jugendlichen im Raum Leipzig. Es fungierte gleichzeitig als zentrales Aufnahmeheim des Ministeriums für Volksbildung.

Mit Unterstützung des Sächsischen Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen und des Sächsischen Staatsministeriums der Justiz sind in Zusammenarbeit mit dem St. Martin Hilfeverbund Eilenburg, dem Träger der heutigen Heimeinrichtung, zwei Informations- und Erinnerungstafeln entstanden, die am historischen Ort über die verschiedenen Epochen des Heimes seit 1928 informieren und gleichzeitig an die Opfer repressiver Heimerziehung erinnern. Sie werden am 30. Oktober (15 Uhr) enthüllt und damit der Öffentlichkeit gezeigt.

Begleitet wird die Einweihung durch "einen besonderen Moment", so Thalheim, - der Übernahme einer Patenschaft für die heutigen Eilenburger Heimkinder durch die Betroffeneninitiative.  Ehemalige DDR-Heimkinder möchten die Arbeit der Erzieher und Mitarbeiter des St. Martin Caritas Hilfeverbund Eilenburg unterstützen und den Heimaufenthalt der Kinder und Jugendlichen begleiten. Insbesondere sollen in Zusammenarbeit mit den Erziehern verschiedene Höhepunkte organisiert werden, um den Heimalltag der Kinder und Jugendlichen mit Aktivitäten und Ausflügen zu bereichern. Die musikalische Umrahmung der Veranstaltung wird von den Eilenburger Heimkindern und einem ehemaligen DDR-Heimkind gestaltet.

lvz

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