Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Eilenburg PSR-Moderatorin Freddy Holzapfel gewinnt Promi-Rallye gegen Eilenburgs OBM Scheler
Region Eilenburg PSR-Moderatorin Freddy Holzapfel gewinnt Promi-Rallye gegen Eilenburgs OBM Scheler
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:34 09.11.2016
Eilenburgs Oberbürgermeister Ralf Scheler kommt zwei Minuten nach der PSR-Moderatorin Freddy Holzapfel auf dem Leipziger Markt an. Quelle: Wolfgang Sens LVZ
Anzeige
Eilenburg

Ein gemeinsames Ziel, unterschiedliche Startpunkte. Im Rahmen der Kampagne „Lieblingsstadt Eilenburg“ traten am Mittwochmorgen Radio-PSR-Moderatorin Freddy Holzapfel und der Eilenburger Oberbürgermeister Ralf Scheler (parteilos) gegeneinander an. Aufgabe: Möglichst schnell im Leipziger Zentrum ankommen. Während der Oberbürgermeister seine Reise am Eilenburger Bahnhof mit der S-Bahn startete, versuchte Freddy Holzapfel vom Grünauer Allee-Center aus mit dem Auto das Rennen für sich zu entscheiden.

Das Rennen

Zur Galerie
Wer ist schneller auf dem Leipziger Marktplatz? Eilenburgs Oberbürgermeister Ralf Scheler wollte am Mittwochmorgen zeigen, wie gut Eilenburg an den Öffentlichen Personen Nahverkehr angebunden ist und forderte Radiomoderatorin Friederike Holzapfel zur Promi-Rallye heraus.

Als gemeinsame Startzeit fungiert die Abfahrt der S 4 in Eilenburg: Pünktlich 10:05 Uhr verlässt die Bahn mit OB Scheler an Bord den Bahnhof in Richtung Leipzig-Zentrum, zeitgleich tritt Freddy Holzapfel am Allee-Center aufs Gaspedal. 10:13 Uhr dann das erste Zwischenergebnis: Die S 4 verlässt den Jesewitzer Bahnhof und Freddy biegt auf die Jahnallee ein. Schnell ist klar: Das wird eng. Um 10:18 Uhr passiert der Schnellzug Taucha und die PSR-Moderatorin den Waldplatz. „Wir dürfen nicht verpassen auszusteigen, so schnell sind wir da“, scherzt Ralf Scheler siegessicher. 10:23 Uhr: Freddy Holzapfel sieht bereits den Stadt-Ring vor sich, der Oberbürgermeister liest auf der Anzeigetafel „Leipzig-Thekla“ und beruhigt: „Wir sind gleich da.“ Um 10:31 Uhr fährt Freddy in das Parkhaus Marktgalerie ein, Ralf Scheler in den City-Tunnel. Gegen 10:35 Uhr kristallisiert sich dann ein echtes Herzschlagfinale heraus: Der Zug hält, die Türen öffnen sich. Ralf Scheler sprintet die Treppen hinauf in Richtung Zwischenebene, steigt wie vereinbart für die letzten Meter in den Fahrstuhl. Als sich die Glastüren öffnen, steht Freddy Holzapfel schon lächelnd am Zielpunkt. „Ich war zwei Minuten früher da, hatte aber auch eine grüne Welle“, gibt die Moderatorin gleich zu. „In der Rush-Hour hätte Freddy nie ein Chance gehabt“, ergänzt Ralf Scheler sofort und akzeptiert die knappe Niederlage mit einem Augenzwinkern.

Die Idee für das Rennen sei auf der diesjährigen Leipziger Immobilienmesse entstanden. Während der Podiumsdiskussion wurde der Kontakt geknüpft. „Von der Eilenburger Kampagne gehört habe ich schon 2015“, sagt Freddy Holzapfel, „doch erst in diesem Jahr habe ich mich wirklich damit auseinandergesetzt.“

Die Kampagne

Mit dem Slogan „Lieblingsstadt Eilenburg – Das Beste an Leipzig“ wirbt die Stadt seit einem halben Jahr um neue Einwohner. Hauptzielgruppe sind vor allem Leipziger Neuankömmlinge. Argumentiert wird mit einer extrem niedrigen Kriminalitätsrate, günstigen Baugrundstücken, ausreichend vorhandenen Kita-Plätzen und der – wie zu beweisen war – guten Anbindung an den Öffentlichen Personen Nahverkehr.

Für Interessierte wurde das Rennen via Livestream auf der Facebook-Seite der Stadt Eilenburg übertragen. 30 Zuschauer sahen zu Höchstzeiten Ralf Scheler, Heiko Leihe (Wirtschaftsförderer Eilenburg), Torsten Pötzsch (Stadtrat Eilenburg) und Michael Rücker (W&R Immobilienkommunikation) während der Fahrt über die Vorteile von Eilenburg debattieren. 115 Zuzüge habe die Stadt in diesem Jahr bereits zu verbuchen, hauptsächlich aus Leipzig. Im gesamten Jahr 2015 waren es 150. „Wir peilen mittlerweile die 16 000er-Marke an“, sagt Scheler. „45 Baugrundstücke stehen derzeit in Eilenburg zur Verfügung, jährlich werden 20 verkauft“ , erklärt Heiko Leihe den Facebook-Zuschauern. „Wir sind in der Lage, jedem einen Platz zu bieten“, fasst Ralf Scheler die Vorteile zusammen.

Den Rückweg will Eilenburgs Oberbürgermeister ebenfalls mit der Bahn antreten. Auch diese Fahrt soll für ein kleines Rennen genutzt werden. Scheler will zeigen, dass er die Strecke zwischen Leipziger Markt und Eilenburger Bahnhof definitiv schneller mit der S-Bahn bewältigt, als mit dem Auto. „Diesmal gewinne ich!“

Spitzfindige werden nun sagen, dass zu der Eilenburger Reisezeit der Weg bis zum Bahnhof addiert werden müsste. Geschenkt, denn das gemeinsame Ziel, die Eilenburger Zuzugs-Kampagne prominenter zu machen, haben Oberbürgermeister Ralf Scheler und Freddy Holzapfel gewiss erreicht.

Von Mathias Schönknecht

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Laut Landeskriminalamt steigt in Sachsen die Zahl der Angriffe auf Amts- und Mandatsträger. In Nordsachsen hat die Partei Die Linke seit Jahren mit Übergriffen zu kämpfen. Seit dem Einzug der AfD in den Landtag sind auch ihre Büros in Delitzsch und Oschatz zur Zielscheibe geworden.

12.11.2016

In den sächsischen Waldgebieten finden je nach Witterung bis in den Januar hinein Drückjagden statt. Dabei wird das heimische Wild effizient und tierschutzgerecht bejagt. Am Sonnabend erfolgt der Start im Forstbezirk Taura.

11.11.2016

Im September fiel der Vorschlag der Verwaltung, die Elternbeiträge ab 2017 um durchschnittlich 20 Euro pro Monat zu erhöhen, durch. Trotz eines mehrheitlichen Beschlusses flammte die Diskussion im Stadtrat jetzt erneut auf – und endete mit einem Kompromiss.

09.11.2016
Anzeige