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Paschwitzer Züchter hat die schönsten Tauben Deutschlands

Meistertitel 2016 Paschwitzer Züchter hat die schönsten Tauben Deutschlands

Steffen Heil (58) aus Paschwitz räumte bei den Deutschen Meisterschaften der Rassentaubenzucht in der Kategorie „Schautaube blau ohne Binden“ ab und ist Deutscher Meister. Seit der Kindheit beschäftigt er sich mit Tauben, züchtet sie professionell und engagiert sich in Vereinen. Das bereitet ihm auch Sorgen.

Steffen Heil mit einer seinen erfolgreichen Tauben und dem Wimpel von der Deutschen Meisterschaft.

Quelle: Steffen Brost

Paschwitz. Wenn Steffen Heil von seinem Hobby spricht, glänzen seine Augen. Der Paschwitzer kann gar nicht wieder aufhören, darüber zu erzählen. Der 58-Jährige Baumaschinenführer bei einem Bad Dübener Unternehmen ist Taubenzüchter aus Leidenschaft. Und dabei hat es ihm vor allem die Deutsche Schautaube angetan.

Das Hobby wurde ihm quasi in die Wiege gelegt. „Ich bin da von Anfang an reingewachsen. Als Kind bin ich schon überall mit hin. Ob in den Taubenschlag oder zu Ausstellungen. Ich war immer dabei, wenn mein Vater loszog. Als er überraschend 1994 starb, habe ich sein Hobby weitergeführt“, erzählt Heil.

Hobby, das Vielfalt bietet

Derzeit hält der Paschwitzer in einem Nebengebäude auf seinem Grundstück drei Taubenschläge mit jeweils zwölf Pärchen. „Es gibt zahlreiche verschiedene Züchtungen von Tauben. Da gibt es Rassetauben, Brieftauben und Flugtauben. Aus der Flugtaube ist die Rassetaube geworden. Ich züchte die Schautaube mit der Bezeichnung blau ohne Binden. Diese Art gibt es auch mit Binden. Dabei handelt es sich um jeweils zwei dunkle Streifen an den Flügeln der Tiere. Die habe ich über Jahre weggezüchtet.“

Wie sein Vater führt er ganz akribisch Zuchtbücher. „Auf die Zuchtlinien kommt es an. Die muss man immer im Kopf haben, wenn man eine erfolgreiche Zucht führen will“, weiß er.

Dass er damit erfolgreich sein kann, hat er Ende des vergangenen Jahres bewiesen. Mit fünf Tauben aus einer Zuchtgruppe räumte er bei den Deutschen Meisterschaften bei der Rassentaubenzucht in der Kategorie „Schautaube blau ohne Binden“ ab und kassierte nach mehreren Vizemeistertiteln in den Jahren zuvor endlich den Meistertitel. „Alle fünf Tiere präsentierten sich in Höchstform. Wir haben von möglichen 97 Punkten pro Taube insgesamt 94,8 Punkte erreicht. So etwas passiert nicht jedes Jahr“, erzählt er stolz.

Teilnahme an mehreren Schauen

Die Jury hat bei ihrer Bewertung immer das ganze Tier im Blick. Insgesamt 19 verschiedene Kriterien wie allgemeines Bild, Farbe, Federlänge und Standhöhe werden mit Punkten bewertet. „Entscheidend“, so Heil, „ist dabei auch, ob sich die Tiere schüchtern oder nervös geben. Solche Tauben sind dann für die Schauen nicht geeignet. Ein Tier muss sich ruhig präsentieren.“

An insgesamt vier Schauen pro Jahr nimmt der Paschwitzer in der Regel teil. Dafür steht er täglich bis zu zwei Stunden im Taubenschlag. Die Tiere müssen gefüttert und der Schlag gesäubert werden. Auch kleine Streicheleinheiten gehören dazu. Gleich in drei Vereinen ist er zudem Mitglied. Steffen Heil und seine Frau schätzen das bunte Vereinsleben, denn regelmäßig sind sie mit ihren Vereinsfreunden unterwegs. Er ist zweiter Vorsitzender der Schautauben-Gruppe Leipzig, außerdem Mitglied im Eilenburger Rassegeflügelzuchtverein und beim Sonderverein Deutsche Schautaube.

Gefragt bei anderen Züchtern

Sein Erfolg bei der Deutschen Meisterschaft hat sich herumgesprochen. Regelmäßig halten Züchter aus den Nachbarländern bei ihm an, um sich die eine oder andere Taube zu sichern. Als Meister steht der Paschwitzer in den Katalogen des Verbandes immer ganz oben.

Seine Tauben werden bis zu zehn Jahre alt. Zeit genug, um sie mehrfach auf Schauen vorzustellen. Auch in diesem Jahr will Steffen Heil wieder an den Meisterschaften teilnehmen und seinen Titel vom Vorjahr verteidigen. „Es sieht gut aus. Aber ob es letztlich klappt, hängt auch von der Tagesform der Tiere ab“, zeigt sich Heil sportlich. Nur eine Sache sieht der engagierte Züchter kritisch. Dem Verband und Vereinen geht so langsam der Nachwuchs aus. Jugendliche sind für dieses Hobby nur schwer zu begeistern. „Mit meinen 58 Jahren gehöre ich noch zu den jungen Hüpfern. Ich hoffe nicht, dass wir aussterben.“

Von Steffen Brost

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