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Eilenburg Pensionierte Lehrerin liest Kindern in Eilenburg vor
Region Eilenburg Pensionierte Lehrerin liest Kindern in Eilenburg vor
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15:02 11.03.2018
Pensionärin Uta Wawera zeigt den Brüdern Noah (8) und Levin (5) die Bilder zur Geschichte „Eddies erster Winter“. Quelle: Matthias Klöppel
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Eilenburg

Die Kinder machen es sich auf gelb-rot-blauen Sitzsäcken bequem, legen die Beine hoch und lauschen aufmerksam den Worten von Uta Wawera. Ausdrucksstark und stimmungsvoll liest die Pensionärin aus „Eddies erster Winter“. Eine Geschichte über einen kleinen Erpel, der auf sich allein gestellt Schnee und Kälte trotzen muss. Die Geschwister Noah (8) und Levin (5) finden großes Gefallen an dem Bilderbuch, schmunzeln bei einzelnen Stellen. „Eine schöne Geschichte mit viel Witz“, meint der ältere Bruder am Ende des Vortrags.

Interaktionen mit dem jungen Publikum

Einmal pro Monat veranstaltet die Eilenburger Stadtbibliothek im hauseigenen Märchenzimmer einen solchen Vorlesenachmittag – zumeist mit Uta Wawera in der Hauptrolle. Die frühere Grundschullehrerin mag es, Kinder an gedruckte Geschichten heranzuführen, auch weil die allgemeine Leselust immer weiter zurückgehe. Beim Vorlesen interagiert sie geschickt mit den Nachwuchsleseratten, fragt bei anspruchsvollen Sequenzen nach, ob alles verstanden wurde, regt ihre Zuhörer zum Nachdenken an. „Warum fliegen Eddie und seine Familie in den Süden?“, will sie zum Beispiel wissen. „Weil sie es im Winter warm haben wollen“, sagt Levin leicht zögernd. Mit dem Ende der Geschichte schauen sich die Kinder gemeinsam mit Wawera die Bilder auf den Buchseiten an, lassen das Vorgelesene so noch einmal Revue passieren.

Jahreszeitlich orientierte Texte im Fokus

Die Ehrenamtlerin, die auch in der Berggrundschule und der Arche Bücher zu Gehör bringt, schwärmt von der Fülle an spannender, liebevoll illustrierter Kinderliteratur, die es inzwischen gebe. Für die Stadtbibliothek wählt sie stets an den Jahreszeiten orientiere Texte aus. „Als nächstes kommt ein Osterbuch“, gibt Wawera ein dezenten Ausblick.

Mit den kostenlosen Vorlesenachmittagen will die kommunale Bücherei das frühkindliche Lesen fördern. Die Resonanz sei unterschiedlich. „Wir hatten schon bis zu zehn Kinder da“, sagt Leiterin Elke Fritzke. Sie hofft, an diese Zahl künftig wieder anknüpfen zu können. „Lesen ist doch enorm wichtig.“

Von Matthias Klöppel

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