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Eilenburg Peter Degner erzählt in Eilenburg aus seinem Leben
Region Eilenburg Peter Degner erzählt in Eilenburg aus seinem Leben
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11:36 12.03.2019
Carola Paul und Peter Degner freuen sich über den Beifall und den traditionellen Blumenstrauß, den es bei Baders für einen gelungen Abend gibt. Quelle: Anke Herold
Eilenburg

Lang ist sie, sehr lang ist die Liste, die Carola Paul in den Händen hält und daraus am Sonntagnachmittag in der Galerie Bader jene Namen von Berühmtheiten vorliest, die wohl jeder schon einmal gehört hat. Das Publikum sitzt wie gewohnt erwartungsvoll auf den Stühlen in gemütlicher Baderatmosphäre.

Leipziger Entertainer zu Gast bei Baders

Auf der Kleinkunstbühne mit schlichtem Hintergrund sitzt die Eilenburgerin gemeinsam mit Peter Degner. Ein Leipziger, der in Eilenburg zu Gast ist. Vor beiden liegen zwei rotummantelte Bücher, die Bühnenbeleuchtung rückt das Szenario ins richtige Licht und schon ist das Publikum mitten im bewegten Leben des Buchautors angekommen. Er sei einer, mit einer „ganz scharfen Zunge“, kündigt die Moderatorin im Vorfeld den Mann an, der nicht nur als Autor, sondern auch als Entertainer, Initiator, Moderator, Unikat von sich reden machte.

Rückblick auf ein bewegtes Leben

Der Blick in seine Biografie „Peter Degner ... und ich dreh mich noch mal um“ verrät ein bewegtes Leben. „Ich bin geboren, um mein Narrenstück zu machen“, erzählt er von sich selbst und gibt preis, dass langweilige Familiensonntage und Geburtstagsfeiern nicht sein Ding sind. Augenzwinkernd antwortet er auf die Fragen der Moderatorin.

Carola Paul und Peter Degner freuen sich über den Beifall und den traditionellen Blumenstrauß, den es bei Baders für einen gelungen Abend immer gibt. Quelle: Anke Herold

Peter Degner wusste schon früh, was er werden will

Schon früh wusste Degner, dass er Künstler werden wollte und deshalb war es auch nicht schlimm, dass er eigentlich eine Pfeife in der Schule war. Geschämt habe er sich dafür nie und so tänzelte er durch seine Schulzeit. Die Lust auf Kunst mit allen Höhen und Tiefen, die dieses Metier zu bieten hat, entwickelte er in der Laubenkolonie seiner Eltern. Von da an baute er sein eigenes Kulturreich auf, arbeitete mit Berühmtheiten, zog sie in die Messestadt. Sogar Michail Gorbatschow durfte er persönlich begrüßen und trotzdem: Für den Charakterkopf, Kulturliebhaber und Lebenskünstler steht das Publikum hoch im Kurs. „Die Kultur soll für die Leute sein und nicht andersrum.“ Dafür erntete er großen Beifall von seinen Zuhörern, weil er eben genau diesen Nerv trifft.

Degner dankt dem Publikum

Und schon ist eine Stunde Leben wie im Flug vergangen. Lange nicht alles kann beleuchtet werden an diesem Sonntagnachmittag. „Das Schönste von allem ist es, normal zu sein“, fasst der Gast kurz und knapp zusammen und verabschiedet sich mit: „Ich habe meinem Publikum alles zu verdanken und deshalb bleiben Sie gesund, passen Sie gut auf sich auf und bleiben Sie mir gewogen“. Natürlich gibt es nach der Lesung die Möglichkeit, mit dem Buchautor ins persönliche Gespräch zu kommen, eine Signierung als Andenken mit nach Hause zu nehmen oder bei einem Gläschen Wein einen schönen Vorabend ausklingen zu lassen.

Von Anke Herold

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