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Eilenburg Pfarrer Sebastian Zebe verabschiedet
Region Eilenburg Pfarrer Sebastian Zebe verabschiedet
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17:44 18.12.2011

. Am Sonntag nahm Zebe offiziell Abschied.

Die evangelischen Christen füllten an diesem vierten Advent den relativ kleinen Andachtsraum im Chor von St. Nikolai bis auf den letzten Platz. Posaunenchor und Orgelspiel sorgten für einen festlichen Rahmen.

In seiner Abschiedspredigt meditierte Pfarrer Zebe über die Bedeutung des Wortes „Ja". Gott habe zu uns Menschen „Ja" gesagt, als er uns am Heiligen Abend seinen Sohn schenkte. Dieses „Ja" sei unwiderruflich. Darauf könnten wir Menschen fest vertrauen. Das sei zum Beispiel der Fall, wenn wir mit unserem „Ja" vor dem Angesicht Gottes den Bund der Ehe besiegeln und unsere Absicht bekräftigen, Gott und uns selbst ein Leben lang die Treue zu halten. Allerdings könne man diesem menschlichen „Ja" nicht bedingungslos glauben. Es sei brüchig. Zu viele Umstände könnten dazu führen, dass wir es nicht einhalten. Auch er, der Pfarrer Sebastian Zebe, habe einst darauf vertraut, sein „Ja" zur Eilenburger Rinckart-Gemeinde einhalten zu können. Aber persönliche Gründe ließen sein gegebenes Wort brüchig werden.

Bevor Superintendent Christian Stawenow seinem scheidenden Amtsbruder den Abschiedssegen erteilte, versuchte er, den Gemeindemitgliedern Zuversicht zu vermitteln. Ein neuer junger Pfarrer werde am 1. Februar sein Amt antreten, kündigte er an. Das sei das eine. Das andere sei die evangelische Kirchgemeinde in Eilenburg. Sie liege ihm besonders am Herzen, denn sie habe zahlreiche schwierige Prüfungen bestehen müssen. Nazidiktatur und kommunistische Herrschaft hätten nicht nur die Bausubstanz von St. Nikolai schwer beschädigt. Auch in den Herzen der Menschen hätten beide Herrschaftsformen verheerendes Unheil angerichtet. Immer mehr Menschen hätten sich unter deren Einfluss von Gott abgewendet. Umso erstaunlicher, ja fast ein kleines Wunder sei, welche Entwicklung die Rinckart-Gemeinde genommen habe. Im zu Ende gehenden Jahr habe es 19 Taufen gegeben. Das sei unter den gegebenen Umständen sehr viel.

Mit dem Satz „Die Pfarrer kommen und gehen, aber die Gemeinde bleibt", beendete der Superintendent seine Ansprache, bevor er Sebastian Zebe segnete und ihm seine guten Wünsche für den weiteren Lebensweg mitgab.

Wolfgang Hirsch

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