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Eilenburg Pläne für neuen Einkaufsmarkt in Eilenburg sorgen für Wirbel
Region Eilenburg Pläne für neuen Einkaufsmarkt in Eilenburg sorgen für Wirbel
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12:03 13.02.2016
Für die Ziegelstraße Entwickelt Edeka Neubaupläne.  Quelle: Heike Liesaus
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Eilenburg

 
 Die neuen Eigentümer des Einkaufszentrums Schondorfer Mark wollen jedenfalls einen Supermarkt ansiedeln. Eröffnung im Frühjahr 2017. Aber auch die Stadtverwaltung sieht keinen Grund, von den Plänen für den Standort Ziegelstraße, wo Edeka einen Supermarkt plus Baumarkt errichten will, abzurücken. Baustart Ende 2016. „Wir halten knüppelhart zu unserer Entscheidung“, betont Oberbürgermeister Ralf Scheler (parteilos). Die Ansiedlung von Edeka stehe nicht zur Disposition. Dass das Ringen um einen Nachfolge-Mieter auf der Marktkauffläche vergeblich blieb, sei nun mal nicht allein dem „sehr eigenen Verhandlungsgeschick der damaligen Eigentümer“ geschuldet. „Die Entwicklung des Handels hat sich in den letzten Jahren gewandelt. So große Verkaufsflächen, wie Marktkauf aufwies, sind heute nicht mehr gefragt. Dazu ist ein Standort am Stadtrand nicht mehr zeitgemäß“, erklärt Wirtschaftsförderer Heiko Leihe. 7000 Quadratmeter, die Marktkauf belegte, seien heute nicht mehr an einen Vollsortimenter zu vermieten. Zum Vergleich: Edeka will einen Markt mit maximal 3500 Quadratmetern Verkaufsfläche bauen.

Knackpunkt bei der Wiederbelebung des Standortes Schondorfer Mark war die Ansiedlung von sogenannten Filialisten. „Doch für kleinere Verkaufsläden besteht kein Baurecht und es ist nicht zu erwarten, dass es erteilt wird, denn das würde den Handel in der Innenstadt gefährden“, erläutert Leihe. Außerdem sei der neu entwickelte Standort an der Ziegelstraße attraktiv. Dafür bewarben sich sieben Investoren. Die Stadträte wiederum hätten sich wegen des hochwertigen Angebots für Edeka entschieden. Das Baurechts-Verfahren sei weit vorangeschritten. „Die Gleise sind gelegt, der Zug rollt. Sicher ist, dass Edeka sich in Eilenburg ansiedeln will. Eher unsicher, dass ein Nachnutzer an der Schondorfer Mark einsteigt“, so Leihe. Das sieht der neue Eigentümer anders. Dessen Angaben zufolge gibt es bereits zwei Bewerber.

Lässt sich Edeka jetzt von den neuen Entwicklungen beeinflussen, macht gar einen Rückzieher? Eine entsprechende Anfrage hat das Unternehmen am Freitag nicht mehr beantwortet. Eine Nichtabwicklung des Grundstücksgeschäftes – der Vertrag mit der Stadt ist noch nicht unterzeichnet – würde allerdings ein Loch in den Haushalt reißen: 2,3 Millionen Euro will Edeka fürs Grundstück zahlen. Um Investitionen wie den Hortbau in Ost nicht zu gefährden, hatte die Kämmerei aber eine Sicherung eingebaut. Die Stadt würde dann einen Kredit aufnehmen.

Von Heike Liesaus

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