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Eilenburg Polizeiaufgebot an der „Heideschänke“ – Anwärter ziehen Kriminelle aus den Verkehr
Region Eilenburg Polizeiaufgebot an der „Heideschänke“ – Anwärter ziehen Kriminelle aus den Verkehr
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15:30 04.11.2016
Die Polizeimeisteranwärter untersuchen eine verdächtige Person, die ein Auto gestohlen haben soll. Quelle: Steffen Brost
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Laußig

Verwundert schaut die Köchin der „Heideschänke“ aus dem Fenster. Zahlreiche Polizisten samt Fahrzeuge haben sich auf dem Parkplatz zwischen Eileburg und Laußig verteilt. Was wie ein Einsatz aussieht, entpuppt sich als Großübung von 86 Polizeimeisteranwärtern aus dem zweiten Dienstjahr der Bundespolizeiabteilung Bad Düben.

Auf Theorie folgt der Praxistest

„Im Rahmen der Ausbildung der unterschiedlichen Lehrklassen gibt es unter anderem in Gruna, Pristäblich und Eilenburg verschiedene praktische Ausbildungsmaßnahmen. Die jungen Polizeianwärter haben in den vergangenen Wochen intensiv Theorie gebüffelt. Jetzt ist es Ziel der Übung, verschiedene Situationen praktisch umzusetzen“, sagte Polizeisprecher Michael Marx.

Dem Übungsszenario an der „Heideschänke“ war ein Fahndungsaufruf vorausgegangen. Demzufolge wurde nach einem Pkw samt Insassen gesucht. Der Wagen wurde vermutlich gestohlen und sollte über die Grenze gebracht werden. „Die Übung ist in verschiedene Bereiche aufgeteilt. Das reicht von der Kontrolle, der Fahndungsabfrage, Vollstreckung eines Haftbefehles bis hin zur Sicherstellung des Fahrzeuges und das Verbringen der Verdächtigen ins nahe Polizeirevier“, zählte Polizeihauptkommissar Thomas Müller, Fachlehrer für Einsatzrecht, auf.

Rechte Hand an der Waffe

Dann rollte der mausgraue BMW auf den Parkplatz. Zwei junge Männer sprachen die Insassen an, verlangten die Personaldokumente. Während der gesamten Maßnahme hatten sie die rechte Hand an der Waffe. „Eigensicherung hat oberste Priorität. Man weiß ja nicht, was die Insassen bei sich haben und im Schilde führen“, erklärte Marx. Von einem weiteren Kollegen erfuhren sie, dass der Fahrer mit Haftbefehl gesucht wird und das Auto als gestohlen gemeldet war. Der Fahrer wurde durchsucht und für weitere Maßnahmen ins Polizeirevier gebracht.

Nach Ende des Einsatzes wertete Polizeioberkommissar Jens Sperling die Übung aus. „Sprechen sie die Personen noch mehr an. Dabei ist Körperspannung und eine klare Aussprache von Bedeutung. Außerdem darf es nicht passieren, dass ein Polizist allein am Wagen mit mehreren Insassen gelassen wird, während der andere eine Personenabfrage macht. Im Falle eines Übergriffes ist er unterlegen. In solchen Situationen muss ein anderer Kollege die Überwachung am Wagen mit übernehmen“, machte Sperling auf einige Fehler aufmerksam.

Nachdem die Kontrollstelle an der „Heideschänke“ wieder geräumt ist, geht es zum nächsten Teil der Übung. „Weitere Situationen waren war eine Bedrohungslage mit einem Luftgewehr in Pristäblich, ein verdächtiges Auto in Gruna sowie ein Verdacht auf Menschenschleusung in der Eilenburger Karlstraße. Im Nachhinein erfolgt bei uns in der Dienststelle im Rahmen der Ausbildung eine genaue Analyse der Übung. Jeder einzelne Polizeianwärter wird dabei auch mit Zensuren für den Einsatz benotet“, so Marx.

Von Steffen Brost

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