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Eilenburg Polnische Jugendliche lernen im Eilenburger Berufsschulzentrum
Region Eilenburg Polnische Jugendliche lernen im Eilenburger Berufsschulzentrum
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20:00 14.09.2016
Gastschüler aus Polen weilen in dieser Woche im Berufsschulzentrum Eilenburg. Quelle: Karin Rieck
Eilenburg/Rote Jahne

Am Ende dieser Woche sind die Chancen gut, dass ihre Schützlinge für ihre Deutsch-Kenntnisse die Note zwei bekommen, lässt sich Bozena Basta entlocken. Obwohl die Zahl der Unterrichtsstunden, in denen im Nachbarland Polen bereits ab der Grundschule Deutsch als Fremdsprache unterrichtet wird, überschaubar seien. Erst recht für die zwölf 17- und 18-Jährigen, die erst später damit begannen, aber in dieser Woche im Berufsschulzentrum Eilenburg die Chance haben, ihr Wissen zu testen.

Gespräche mit Landtagsmitglied

„Einige verstehen mehr, als sie selbst sicher sprechen können“, so die Deutsch-Lehrerin. Und wer nach einer langen Anreise von Bzeg, etwa 50 Kilometer von Wroclaw (Breslau) entfernt, zu Wochenbeginn und dem Begrüßungsabend mit Gitarren und Gesang im Internat auf dem BSZ-Gelände Rote Jahne noch nicht so aufgetaut war, dem seien erste Kontakte auch in Englisch, das deutlich leichter von den Lippen geht, gestattet. „Aber im Rahmen dieser interkulturellen Begegnungen und Lehrveranstaltungen soll deutsch gesprochen werden, so viel wie möglich“, betonte Bozena Basta, als sie nach den Erwartungen für diese Woche für die erste Stippvisite ihrer Schüler in der Region gefragt wird. Neugier ist damit unter anderem bei Jörg Kiesewetter, dem hiesigen CDU-Landtagsabgeordneten, geweckt, der in dieser Woche mehrere Gründe für einen Besuch im Ortsteil Rote Jahne der Eilenburger Nachbargemeinde Doberschütz mit dem Berufsschulzentrum hat. Die Region kennenlernen, Gemeinsamkeiten und Unterschiede sowie Vorurteile auf deutscher wie auf polnischer Seite abbauen – das sind unter anderem die Intensionen des Erasmus-Plus-Projektes der EU, mit dem der Schüleraustausch gefördert wird. Deutsche seien „überheblich und unnahbar“, in Polen würde die Sauberkeit kritisch beäugt, Gemeinsamkeiten beim Umweltschutz seien aber deutlich wichtiger, war in der Gesprächsrunde zu hören.

Volles Programm

„Ich hoffe, unsere Gäste kehren mit dem Eindruck von freundlichen Nachbarn nach Hause zurück“, blickte nicht nur Ex-Berufsschullehrer Sigurd Kanitz, der die Gäste mit betreut, auf nächste erlebnisreiche Tage. Dazu gehören weitere gemeinsame Stunden mit Schülern der Roten Jahne, Eindrücke aus den Werkstätten, ein Freizeitprogramm mit Spiel, Sport, Musik und Grillfest, Touren durch die Eilenburger Bergkeller und das nahe Kieswerk. Auf die Frage Kiesewetters, ob sich die Jugendlichen auch in Deutschland eine Zukunft mit lernen oder arbeiten vorstellen könnten, blieben die Hände zunächst unten.

Von Karin Rieck

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