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Postbank-Kunden fühlen sich in Eilenburg im Stich gelassen

Geldautomaten-Frust Postbank-Kunden fühlen sich in Eilenburg im Stich gelassen

Der Eilenburger Fred Krause ist Postbank-Kunde und ärgert sich wie andere Kunden dieses Geldinstitutes, dass die Möglichkeiten, mit der Girokarte in der Muldestadt an Bargeld zu kommen, immer mehr eingegrenzt werden. Als gebührenfreie Alternative gibt es nur noch die Commerzbank.

Eilenburger Postbankkunden wünschen sich für ihr Bargeld wieder einen Automaten vor Ort.

Quelle: dpa

Eilenburg. Für Postbank-Kunden wird es in Eilenburg immer schwieriger, unkompliziert per Girocard an Bares zu kommen. Das bedauert nicht nur Fred Krause, der nur fünf Kilometer vom Zentrum der Muldestadt entfernt lebt und registriert, „dass hier nicht nur immer mehr kleine Läden schließen. Auch Banken gibt es nur noch drei in Eilenburg, und das ist für eine so schöne Stadt nicht schön“.

Im Herbst 2012 schloss die Postfiliale in Eilenburg, installierte vorübergehend einen Geldautomaten und einen Kontoauszugsdrucker in einem Elektronik-Fachgeschäft in der Innenstadt. „Aber der Inhaber hat den Vertrag mit der Postbank auch gekündigt“, bedauert der Leser und weist auf ein Thema hin, das nach wie vor für Frust in der Großen Kreisstadt mit ihren rund 17 000 Einwohnern sorgt. Damit bleiben den Eilenburger Postbankkunden noch zwei Geldautomaten der sogenannten Cash Group, was bedeutet, dass sie alternativ u.a. bei der Commerzbank oder bei der Deutschen Bank gebührenfrei Geld am Automaten ziehen können.

Die Deutsche Bank zog sich im Mai ebenfalls aus Eilenburg zurück. Der Automat der Commerzbank in der Röberstraße bleibt damit den Postbank-Kunden quasi als letzte wohnortnahe Anlaufstelle. „Aber da haben wir auch wieder ein Problem“, stellte Fred Krause fest. „Dieser Automat funktioniert mal und mal wieder nicht, manchmal akzeptiert er die Karte der Postbank und mal wieder nicht.“

Tatsächlich, bestätigt eine Regionalsprecherin der Commerzbank für den Raum Leipzig, habe sich der Zugriff auf diesen Automaten im Vergleich zum Vorjahr vervierfacht. Sie appellierte deshalb an die Kunden, bei der Bedienung des Terminals auf exakte Handhabung zu achten, weil oftmals auch durch Fehler Defekte entstehen, deren Behebung dann ein bis zwei Tage dauern würden. „Wir haben das aber im Blick und bemühen uns, damit alles funktioniert. Wir werden als Privatbank im Gegensatz zu anderen Eilenburg auch künftig treu bleiben.“

Krauses Mail-Anfrage bei der Postbank habe dort nur Bedauern darüber, dass die Postbank keinen Automaten mehr in Eilenburg betreibt, ausgelöst. Die Rückzugsgründe änderten sich offenbar auch nach dem Protest vor vier Jahren nicht. „Komischerweise war dort nicht einmal bekannt, dass auch der Automat der Deutschen Bank hier nicht mehr existiert. Per Post sei dann mitgeteilt worden, auch die Technik in dem Elektronik-Geschäft sei unterfrequentiert gewesen. „Wozu man anmerken muss, dass es für Berufstätige wie mich zwischen 9 und 18 Uhr ohnehin ungünstig ist, Geld zu holen“, so Fred Krause. Das nächste Finanzcenter gibt es in Leipzig, Paunsdorfer Allee 1, in etwa 17 Kilometer Entfernung.

Sowohl Commerz- als auch Postbank wiesen Kunden schließlich darauf hin, dass beim Einkauf bei Rewe, Netto oder Penny auch Geld abgehoben werden kann. Allerdings erst ab einem Einkaufswert in Höhe von 20 oder 25 Euro. „Ich finde jedenfalls“, betont der Rand-Eilenburger, dass man als Postbankkunde ganz schön im Stich gelassen wird, trotz der Werbung, alles sei doch so schön und so gut.“ Dieser Meinung seien auch andere, hat der im Handel Tätige erfahren und über einen Wechsel der Bank durchaus nachgedacht. Doch die Möglichkeiten in Eilenburg, wo es noch Sparkasse und Volksbank gibt, erscheint ihm auch nicht besonders attraktiv. Ein kleiner Trost ist vielleicht, wie Krause verriet, dass die Finanzierung seines Eigenheimes über die Postbank über eine Torgauer Betreuerin doch recht unkompliziert lief.

Von Karin Rieck

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