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Eilenburg Rauchbelästigung über fünf Stunden: Eilenburger kritisiert angebliches Osterfeuer
Region Eilenburg Rauchbelästigung über fünf Stunden: Eilenburger kritisiert angebliches Osterfeuer
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07:04 22.03.2017
Nicht alles, was Ostern als Osterfeuer deklariert wird, ist auch eins. Oftmals werden nur Gartenabfälle verbrannt. Quelle: dpa
Eilenburg

Ostern naht und damit die Zeit der Osterfeuer. Die lösen nicht immer Freude bei den Eilenburgern aus. „Es sollte darauf geachtet werden, dass so ein Osterfeuer von der Stadt genehmigt wird. Letztes Jahr gab es so eins in der Gartenanlage Leipziger Höhe. Die haben dort Gartenabfälle verbrannt. Das ging mehr als fünf Stunden und die Rauchbelästigung war sehr groß“, erklärte ein Anlieger kürzlich in der Einwohnerversammlung des Stadtteils Mitte. Auch in der Nähe der Winkelstraße sei so eine als Osterfeuer deklarierte Gartenabfallverbrennung beobachtet worden.

Eine Woche vorher anmelden

Prinzipiell sind Lagerfeuer nicht verboten. Allerdings müssen sie „eine Woche vor dem Ereignis unter Angabe von Ort, Tag, Zeitraum, Anlass sowie des Verantwortlichen schriftlich bei der örtlichen Feuerwehr“ eingereicht werden, steht in der Eilenburger Polizeiverordnung. Die Formulare dafür gibt es im Bürgerbüro im Rathaus oder auf der Eilenburger Stadtwebsite. Die Anträge können dann im Feuerwehrdepot abgegeben werden. Nach Prüfung des Antrages gibt es eine schriftliche Bestätigung. „Es wird dazu jeweils ein Infoblatt ausgereicht, auf dem steht, was zu beachten ist“, erläuterte Annett Krause, Leiterin des Bereichs Bürgerservice. „Es wird auch nicht alles genehmigt.“ Zudem habe es gerade vor einigen Wochen einen solchen Fall gegeben: Bei einem Lagerfeuer war Abfall verbrannt worden. Die Feuerwehr musste ausrücken. Der Verursacher hat nun ein Bußgeld zu zahlen.

Grillfeuer ohne Erlaubnis möglich

Koch- und Grillfeuer in befestigten Feuerstätten oder mit handelsüblichen Grillmaterialien in handelsüblichen Grillgeräten oder Feuerkörben müssen nicht angezeigt werden, ist in der Polizeiverordnung zu lesen. Außerdem sind sie so abzubrennen, „dass keine übermäßige Belästigung Dritter durch unverhältnismäßig starken Rauch oder Gerüche entsteht“. Ein Lagerfeuer kann auch ganz untersagt oder mit Auflagen verbunden werden, wenn Gefahr droht. Abfälle, Wiesen-, Garten- und Siedlergut wie Reisig oder Laub verbrennen, ist verboten. Direkt an den kirchlichen Feiertagen wie Ostern und Weihnachten sind diese Lagerfeuer ebenfalls nicht gestattet.

Von Heike Liesaus

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