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Eilenburg Raum Eilenburg: Quartiere für Flüchtlinge werden knapp
Region Eilenburg Raum Eilenburg: Quartiere für Flüchtlinge werden knapp
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Rund 150 Flüchtlinge pro Woche sollen in den nächsten drei Monaten im Landkreis Nordsachsen untergebracht werden. (Symbolfoto) Quelle: dpa
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Raum Eilenburg

"Für die Gemeinden Jesewitz und Zschepplin gilt der Schlüssel ebenfalls", gab Michael König, Vorsitzender des Verwaltungsverbandes Eilenburg-West, einen Zwischenstand. Eigene kommunale Objekte stünden aber nicht für diesen Zweck zur Verfügung. Mit dem Landkreis gebe es wie auch mit anderen Gemeinden das Einvernehmen, möglichst private, dezentrale Wohnungsangebote zu binden und keine Turnhallen zu nutzen. "Die Verwaltungen haben mitgeteilt, wo potenzielle private Vermieter angesprochen werden können. In welchen Umfängen Zuweisungen erfolgen, dazu gibt es momentan keine Zahlen", so der Verwaltungs-Chef. Auf Zschepplin und Jesewitz werde aber zurzeit kein unmittelbarer Druck ausgeübt. Das Landkreis-Konzept enthalte andere Schwerpunkte.

Darunter ist bekanntlich eine Asylbewerberunterkunft für 120 Personen zwischen Eilenburg und Doberschütz auf einem landkreiseigenen Grundstück im Gewerbegebiet Sprotta-Paschwitz. Der Doberschützer Gemeinderat lehnte jüngst mehrheitlich einen Flächentausch an eine dafür günstiger gelegenere Stelle ab, weil noch zu viele Dinge ungeklärt seien. Wie es in Doberschütz, wo nach dem so genannten Königsberger Schlüssel 62 Asylbewerber in diesem Jahr aufzunehmen sind, weitergeht, dürfte im Gemeinderat am 3. Dezember erneut eine Rolle spielen. Vereinzelt soll es inzwischen private Wohnungsangebote aus Sprotta, Paschwitz und der Nachbargemeinde Laußig geben.

Laußig war eine der ersten Gemeinden im Landkreis Nordsachsen, die Flüchtlinge aufgenommen hat. Avisiert für dieses Jahr sind 60 Frauen, Männer und Kinder, die in kommunalen Wohnungen im Ortsteil Laußig unterkommen. 33 Asylbewerber sind derzeit da, so Bürgermeister Lothar Schneider (parteilos). Nennenswerte Probleme habe es bisher nicht gegeben, sagte Schneider beim jüngsten Gemeinderat.

Wo Mockrehna für 76 Asylbewerber bis Jahresende Platz findet, ist offen. Zurzeit fünf in zwei Wohnungen privater Vermieter sind bislang ein Tropfen auf den heißen Stein. Verhandlungen der Kreisverwaltung mit den Eignern des ehemaligen TAF-Geländes am Ortseingang aus Richtung Eilenburg, wo kurzfristig Wohncontainer aufgestellt werden könnten, seien bislang ergebnislos, informierte Bürgermeister Petel Klepel (parteilos) dieser Tage den Gemeinderat.

Karin Rieck und Kathrin Kabelitz

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