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Eilenburg Reiko Rackwitz ist neuer Friedensrichter für die Gemeinde Zschepplin
Region Eilenburg Reiko Rackwitz ist neuer Friedensrichter für die Gemeinde Zschepplin
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11:54 05.02.2016
Reiko Rackwitz ist der neue Friedensrichter in der Gemeinde Zschepplin.  Quelle: Karin Rieck
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Zschepplin/Rödgen

 Was länger währt, wird am Ende auch gut. Und zum Glück gibt es Familien, in denen ehrenamtliches Engagement an die nächste Generation weitergegeben wird. Im Falle von Familie Rackwitz aus dem Zscheppliner Ortsteil Rödgen, die mit Gernot Rackwitz sogar einen Mühlenpreisträger des Landkreises Nordsachsen in ihren Reihen hat, ist das so. Sohn Reiko steht neuerdings als Friedensrichter in der Nachbargemeinde von Eilenburg zur Verfügung. Der 39-Jährige war bereits im Sommer vergangenen Jahres einstimmig vom Gemeinderat in dieses Amt gewählt worden. Ende 2015 gab es dann auch die Berufungsurkunde vom Amtsgericht.

„Hier haben sich Anfang des neuen Jahres – wie einmal im Jahr üblich – die Friedensrichter der Region getroffen, um sich auszutauschen“, berichtet der verheiratete Vater von zwei Kindern von seiner ersten Amtshandlung 2016. Auch der Klassiker sogenannter Tür- und Angel-Fälle, um die sich Friedensrichter in der Regel unkompliziert kümmern, sei dabei zur Sprache gekommen: Grünzeug wie Hecken, Bäume oder Sträucher an der Grundstücksgrenze, das sich irgendwann derart auswächst, dass sich der Nachbar daran stört. „Die Rechtslage ist dazu eigentlich klar“, weiß Reiko Rackwitz. In einem strittigen Fall würde er auf eine gütliche Einigung der Parteien setzen und Empfehlungen geben. Das sei in der Regie eines Friedensrichters allemal – auch finanziell – günstiger, als auf die Mühlen der Justiz zu bauen. „Ich bin für solche und ähnliche kleinere Streitfälle in Rödgen telefonisch erreichbar. Meine Nummer steht im Telefonbuch. Auf den Anrufbeantworter reagiere ich umgehend“, versichert der Diplombiologe, der als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Veterinärmedizinischen Fakultät der Uni Leipzig tätig ist.

Die Gemeinde hatte das Amt des Friedensrichters zweimal ausgeschrieben, als Vorgänger Erwin Nier aus Altersgründen nicht ein weiteres Mal für eine Wahlperiode von fünf Jahren antrat. „Ich habe mich nach einem Gespräch mit Bürgermeisterin Roswitha Berkes dazu bereit erklärt und auch mit Erwin Nier über die Aufgaben gesprochen. Von ihm viele Tipps und Unterlagen erhalten“, so der neue Zscheppliner Friedensrichter. Fünf dieser Tür- und Angelfälle im Jahr 2015 hatte Nier zu bearbeiten – auch für seinen Nachfolger eine machbare Größenordnung. Der Erfahrungsschatz des 70-jährigen Naundorfer Ortsvorstehers und Gemeinderates Nier, der einer der dienstältesten Friedensrichter in der Region war, bereits seit 1990 in der örtlichen Schiedskommission, danach ab 1999 als Friedensrichter wirkte, steht Rackwitz auch künftig zur Verfügung.

Die Stellvertreter-Funktion für Rackwitz, die bis dato noch die Bürgermeisterin ausübt, ist nach wie vor vakant. Nach der Neuausschreibung dieser Aufgabe will sich der Gemeinderat am 23. Februar noch einmal damit beschäftigen, so Roswitha Berkes (parteilos). Es soll inzwischen dafür Bewerber geben.

Reiko Rackwitz ist telefonisch unter 03423 609994 erreichbar

Von Karin Rieck

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