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Eilenburg Rekord trotz Wintereinbruches beim Eilenburger Mazda-Lauf
Region Eilenburg Rekord trotz Wintereinbruches beim Eilenburger Mazda-Lauf
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20:56 07.03.2010
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Eilenburg

Den Hauptlauf über zehn kilometer gewann der Berliner Lennart Sponar (BSV 92) in 30:52 Minuten. Bei den Damen siegte Sandra Boitz vom SC DHfK Leipzig mit einer Zeit von 37:24 Minuten. Selbst kurz vor dem Startschuss des 10-km-Rennens herrscht in der zum Meldezentrum umfunktionierten Sparkasse großes Gewusel, Kurzentschlossene tragen sich hektisch in die Starterliste ein. Keine 24 Stunden zuvor wussten die beiden Cheforganisatoren Andreas Quitzsch und Jens Lieske noch nicht, ob der Lauf überhaupt stattfinden kann. „Sonnabend früh dachte ich, der Lauf fällt ins Wasser“, erzählt Quitzsch. Oder besser in den Schnee, denn selbiger bedeckte zentimeterdick die Straßen der Muldestadt. Doch über 30 freiwillige Helfer griffen zu Schneeschieber, Schaufel und Besen, eine Firma aus dem Ort stellte schweres Gerät zur Verfügung. Gemeinsam schafften sie es den Untergrund rechtzeitig zu präparieren.  

Eilenburg. Auch der erneute Wintereinbruch vermochte den Rekord nicht zu verhindern: 1014 Sportler, so viele wie nie zuvor, waren beim  14. Eilenburger Mazda-Lauf dabei, unter ihnen Profiboxer Timo Hoffmann und MDR-Moderatorin Katrin Huß. Den Hauptlauf über zehn kilometer gewann der Berliner Lennart Sponar (BSV 92) in 30:52 Minuten.

  „Das wir unter diesen Vorzeichen einen Teilnehmerrekord aufstellen, ist natürlich super“, sagt Quitzsch. Zu diesen Vorzeichen gehörten auch die eisigen Temperaturen, wegen derer sich nur äußerst warmherzige Läufer in kurzen Beinkleidern auf den Asphalt trauten. Die etwa 3000 Zuschauer zitterten dick verpackt in der Nähe von Start und Ziel mit, während sich an der Strecke nur einige wetterfeste Schlachtenbummler verloren. Dem überlegenen 10-km-Sieger gelang trotz der widrigen Bedingungen eine starke Zeit. „Ich musste natürlich an einigen Ecken das Tempo rausnehmen, bin aber ansonsten ganz zufrieden“, so Sponar anschließend. Quitzsch nannte die 30:52 Minuten für das Wetter gar „optimal“. Der 10-km-Lauf diente gleichzeitig als sächsische Meisterschaft über diese Distanz. Die Titel gingen an die bereits erwähnte Sandra Boitz und Jakob Stiller vom SC DHfK, der Gesamtzweiter wurde. Recht gemütlich ließ es dagegen Timo Hoffmann angehen. „Ich nutze die Möglichkeit etwas Kondition zu tanken und fühle mich unter Sportler immer gut aufgehoben, vorne mitlaufen werde ich ohnehin nicht können“, hatte die „deutsche Eiche“ schon vorm Startschuss geahnt. Am Ende landete der Pollebener auf Platz 348 unter 426 Startern auf der Königsstrecke. Zuvor hatten die übrigen Athleten die Alternativen zur langen Distanz genutzt – seien es Staffelwettbewerb, Frühstückslauf oder Walking. „Ich denke, das Rahmenprogramm bot für alle etwas und war auch für Freizeitsportler attraktiv“, so Quitzsch. Schließlich wollen die Organisatoren, trotz der Größe des Events, dessen familiäre Atmosphäre bewahren.

Johannes David

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