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Rentiere sind neue Attraktion im Audenhainer Wildgehege

Tierwelt Rentiere sind neue Attraktion im Audenhainer Wildgehege

Seit 1991 betreibt Kuno Pötzsch in Audenhain bei Mockrehna Sachsens größtes privates Wildtiergehege. Hunderte Tiere leben hier auf rund 110 Hektar Freigehege, darunter Wildschweine, Rehe, Hirsch, Dam- und Muffelwild. Mit Fasanen und Rentieren gibt es jetzt neue Bewohner.

Kuno Pötzsch an seinem Wildtiergehege in Audenhain. Dort sind jetzt Rentiere zu sehen.

Quelle: Wolfgang Sens

Audenhain. Lasse, Lala und Ronja suchen Schutz vor der Sonne in der Holzhütte. „Wäre jetzt Sauwetter und Kälte, wären sie schon draußen“, sagt Kuno Pötzsch. Der Betreiber von Sachsens größtem Wildtiergehege hat die drei Rentiere, die aus einem Tierpark in Thüringen beziehungsweise aus Schweden stammen, seit Herbst. Mit Rentier-Moos aus Neuseeland und Pellets, die es im Tierpark-Bedarf zu kaufen gibt, lassen sich die drei schließlich doch ins Freie locken. Bis es soweit war, die in der Tundra und Taiga beheimatete Hirschart nach Nordsachsen zu holen, dauerte es einige Zeit. „Einfach zu halten sind die Tiere nicht“, verweist Pötzsch auf umfangreiche Recherchen zu Genehmigungen, zur Haltung und Ernährung. Neu sind auch die Fasane, für die Pötzsch mit seinen Mitarbeitern eine riesige Voliere gebaut hat. Blaue Ohrfasane leben jetzt hier genau so wie Elliot-Fasane, Silber-Fasane, Jagd-Fasane. Viele der Tiere stammen aus der Fasanerie Moritzburg, deren Betreiber im Februar aufgab, und aus Herzberg.

Unternehmen 1991 gegründet

Offiziell gegründet hat Kuno Pötzsch das Familienunternehmen am 1. April 1991. Die Entscheidung dafür hatte der ehemalige Lagerverwalter bei der früheren KIM, dem Kombinat industrielle Mast in Mockrehna, nebenberufliche Schafscherer und einstige Hobbyhalter von vier Damhirschen erst einige Monate zuvor getroffen. Hunderte Stück Dam-, Rot-, Muffel- und Schwarzwild gehören neben den Fasanen und Rentieren zum Bestand. Bald sollen auch Steinböcke Einzu halten: „Der Berg für die Tiere ist schon fertig.“

Der Bio-Betrieb mit eigenem Schlachthaus ist einer der ersten in Nordsachsen, dem die EG-Norm zuerkannt wurde. Neben der Schlachtung von Gatterwild ist damit auch der Ankauf und die Vermarktung von Jägerwild erlaubt.

Fotosafari am Pfingstsonntag

Wer sich einen Eindruck von Sachsens größten, privaten Wildfreigehege machen will, hat dazu am Pfingstsonntag bei der nächsten Fotosafari Gelegenheit. Mit einem alten Robur-Bus LO und einem Lkw Kraz geht es auf die 30 bis 45-minütige Tour, auf der die Besucher Damwild, Muffelwild, Rentiere, Wildschweine, Wildenten aus nächster Nähe zu sehen sind. Dabei kann von Wildwurst gekostet werden, die anschließend vielleicht zum Abstecher in den Hofladen verleitet. Für einen Besuch an anderen Tagen ist Kuno Pötzsch darüber hinaus unter 0177 4520744 erreichbar.

Von Kathrin Kabelitz

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