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Eilenburg Rettungskräfte in Nordsachsen fordern Westen gegen Messerangriffe
Region Eilenburg Rettungskräfte in Nordsachsen fordern Westen gegen Messerangriffe
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18:40 27.02.2018
Das DRK Torgau-Oschatz fordert bessere Schutzkleidung (Symbolfoto). Quelle: Heike Liesaus
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Nordsachsen

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK), Kreisverband Torgau-Oschatz, fordert die Anschaffung von Stichschutzwesten. Diese sollen auf den Rettungsfahrzeugen RTW und NEF mitgeführt werden. Dem Landratsamt Nordsachsen liegt dazu seit Oktober eine entsprechende Petition von Betriebsrat und Mitarbeitern des Rettungsdienstes vor, über die Mittwoch im Kreisausschuss beraten und beschlossen wird. Über 50 Mitarbeiter haben diese unterschrieben.

Gefahren nehmen zu

Nach DRK-Angaben würden Einsatzkräfte „immer häufiger Ziel eines gewalttätigen Angriffs mit Messern oder auch anderen Gegenständen“ sein, heißt es in dem Schreiben an das Landratsamt, das dieser Zeitung vorliegt. Gefahren und Konflikte hätten zugenommen, beispielsweise die Zahl von Patienten mit Drogen-, Alkohol- und psychischen Problemen. Das DRK ist der Annahme, dass die derzeitige Schutzausrüstung lückenhaft sei. Stichschutzwesten gebe es bereits bei vielen anderen deutschen Rettungsdiensten. Diese seien bei europäischen Rettungsdiensten Standard.

Auch der nordsächsische Bundestagsabgeordnete Marian Wendt (CDU) positionierte sich bereits für die Ausstattung. „Der Rettungsdienst, besonders auch in unserem ländlichen Raum in Nordsachsen, hadert seit Jahren mit der geschwächten Personaldecke. Nicht zuletzt ist das auch auf das fehlende Sicherheitsgefühl der Rettungskräfte im Einsatz zurückzuführen“, so Wendt. Das DRK könne die Anschaffung nicht allein finanzieren.

DRK selbst verantwortlich

Das Landratsamt will der Petition nicht entsprechen. Das sieht eine Beschlussvorlage vor, um die es an diesem Abend im Kreisausschuss geht. Die Sicherstellung des Arbeitsschutzes sei Sache des Arbeitgebers, in diesem Fall des DRK. Der Kreisverband hätte die Kosten für die Stichschutzwesten einkalkulieren müssen, als er sich um den Rettungsdienst für Nordsachsen beworben hatte. Auch die Krankenkassen sind der Auffassung, dass das DRK selbst für die Beschaffung der Schutzwesten verantwortlich sei.

Die Sitzung des Kreisausschusses beginnt an diesem Mittwochabend um 18 Uhr im Landratsamt Schloss Hartenfels in Torgau.

Von Nico Fliegner

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