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Eilenburg Rewe plant neue Märkte in Eilenburg, Bad Düben und Delitzsch
Region Eilenburg Rewe plant neue Märkte in Eilenburg, Bad Düben und Delitzsch
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00:32 03.03.2018
Der Rewe Markt in Bad Düben soll neu gebaut werden. Quelle: Steffen Brost
Region

In Eilenburg und Delitzsch sind die Pläne schon weit gediehen, in Bad Düben steht das Projekt erst am Anfang. Fakt ist aber: Die Rewe-Gruppe, seit vielen Jahren mit Märkten in Eilenburg, Delitzsch und Bad Düben vor Ort, will in der Region neu bauen.

Neubau in Bad Düben

Mit den zu Beginn des Jahres bekannt gewordenen Neubau-Plänen in Bad Düben ist die Erweiterung des Anfang der 1990er-Jahre errichteten Marktes vom Tisch. Stephanie Behrens, für die Unternehmenskommunikation in der Region Ost zuständig, bestätigte, dass der Konzern am Standort Dommitzscher Straße die alten Gebäude abreißen und neu bauen will. Das betreffe den gesamten Komplex mit Penny-Markt und Rossmann-Filiale. Entstehen solle ein moderner Supermarkt. Details zu Planungen, Zeitschienen, Investitionssumme, Größe oder Optik gäbe es aber frühestens im März, so Behrens.

Die Stadt steht dem Anliegen der Investorengruppe, die ihr Vorhaben im Rathaus schon erläutert hatte, positiv gegenüber, so Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG). Entscheiden müsse letztlich der Stadtrat. Neue Nutzer sind nicht geplant.

Bauantrag in Eilenburg noch offen

Für das Bauvorhaben an der Grenzstraße in Eilenburg wird der Bebauungsplan, den der Stadtrat jüngst gebilligt hat, bis zum 12. März erneut offengelegt. Im Gespräch waren die Unterlagen bereits mehrfach, es mussten aber Änderungen gegenüber dem ersten Entwurf erarbeitet werden. Sobald der Satzungsbeschluss vorliegt, werde der Bauantrag eingereicht. „Mit Blick auf die noch ausstehenden Genehmigungen kann ich derzeit keine Details zu Baubeginn und Fertigstellung nennen“, so Behrens. Im Gebäudekomplex aus den 1990er-Jahren gab es bisher keine Aufwertungsmaßnahmen. Einige Flächen stehen leer. Die Eigentümer wollen den gesamten Markt revitalisieren. Und Rewe will die Verkaufsfläche von 1500 auf 1800 Quadratmeter erweitern und zeitgemäß gestalten.

Das ist in Delitzsch geplant

Auch in Delitzsch soll mittelfristig der Rewe-Markt in der Eisenbahnstraße ein neues Gesicht bekommen. Derzeit laufen die Genehmigungsverfahren, der Bauantrag werde in Kürze eingereicht, so Behrens. Mit einem Baubeginn des energieeffizienten Marktes vor 2019 ist nicht zu rechnen.

Zum Aussehen gibt es bereits klare Vorstellungen: Wie bei diesem Gebäudetyp – einem Green Building nach dem hauseigenen Konzept – üblich, strebt Rewe eine Zertifizierung der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen an. Aufgrund des Baukonzepts spart solch ein Öko-Supermarkt dank modernster Heizungs-, Lüftungs- und Beleuchtungstechnik und energieeffiziente Kälteanlagen bis zu 50 Prozent Energie im Vergleich zum Standardbau.

Die Heizenergie werde zu 80 Prozent durch Abwärmenutzung aus der zentralen Gewerbefläche und zu 20 Prozent über den Einsatz von Wärmepumpen abgedeckt. Der Markt wird zudem CO2-neutral betrieben. Neben komplett verglasten Kühlregalen mit LED-Beleuchtung zählen zu den Vorzügen der Öko-Märkte auch ein hoher verarbeiteter Holzanteil sowie großzügig einfallendes Tageslicht dank breiter Glasfronten. Geplant sind breite Gänge, niedrige Regale, Barrierefreiheit und eine rollstuhlgerechte Kundentoilette mit Wickeltisch.

Die Verkaufsfläche wird mit dem Neubau von derzeit 1000 Quadratmeter auf 1600 Quadratmeter steigen. Im Vorfeld war bereits die Rede davon, dass es ein Café geben wird und der jetzt noch separate Getränkemarkt seinen Platz im Markt bekommt. Geplant sind dort mehr Leergutautomaten, auch die Anzahl der Kassen soll steigen.

Von Kathrin Kabelitz

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