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Eilenburg Rinckart-Kantorei in Eilenburg erfüllt sich einen langgehegten Traum
Region Eilenburg Rinckart-Kantorei in Eilenburg erfüllt sich einen langgehegten Traum
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00:22 15.12.2015
Blick auf die Eilenburger Nikolaikirche. Quelle: Heike Liesaus
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Eilenburg

Im kommenden Jahr gibt es Verstärkung für die Eilenburger Rinckart-Kantorei. „So wird die neue Truhenorgel aussehen“, zeigt Kirchenmusikerin Lena Ruddies auf dem Laptop-Bildschirm. Die Bestellung beim Orgelbauer in Tschechien ist ausgelöst. Den letzten Anstoß gab das Preisgeld aus der Aktion „Angestupst“ von Sparkasse und LVZ. Für den dritten Platz gab es 2000 Euro. Wahrscheinlich fanden viele Leser, die für den Kirchen-Musikverein RinckART abstimmten: Ohne dessen Arbeit würde das kulturelle Leben in der Muldestadt um einiges ärmer sein.

Kantorin Ruddies ist selbst ein bisschen überrascht, wenn sie bedenkt, was alles schon passierte, seitdem sie ihr Amt antrat. Der Verein RinckART besteht seit 2009. Von einst acht Kantorei-Mitgliedern ist die Zahl auf zirka 30 gestiegen. Flötenkreis, Rinckart-Singschule und Bläser gehören ebenfalls dazu. In den letzten Jahren waren die Aufführungen des Weihnachtsoratoriums der Konzert-Höhepunkt der Rinckart-Kantorei. 2015 aber wurde das Highlight bereits zu Pfingsten mit der Aufführung der Kantate „Erschallet, ihr Lieder“, ebenfalls von Johann Sebastian Bach, gesetzt. Anlass war das 450-jährige Gründungsjubiläum der Cantorey-Gesellschaft in Eilenburg. Denn seitdem existiert ein Kirchenchor in der Stadt – mal kleiner, mal größer.

Statt des Weihnachtsoratoriums war diesmal ein anderer Schlusspunkt für den Eilenburger Adventsmarkt gefragt. Die Kantorei gab ein Konzert mit traditionellen, alten Liedern: „150 Zuhörer sind gekommen. Ich konnte mit einigen am Ende sprechen. Sie waren sehr angetan“, kann Ruddies erfreut registrieren. Das war nicht er einzige musikalische Beitrag der Kirchgemeinde an diesem Adventswochenende. Sie hatte bereits mit dem Liedersingen am Freitag aufs Geschehen eingestimmt.

Im kommenden Jahr soll es besonders spannend werden, erklärt Ruddies: „Wir werden erstmalig eine Messe von Wolfgang Amadeus Mozart, die Spatzenmesse, aufführen.“ Mit dabei ist diesmal die Delitzscher Kantorei. Außerdem soll die Orgel mit einem Solo in der Ratswahl-Kantate von Johann Sebastian Bach „Wir danken dir Gott, wir danken dir“ zum ersten Mal erklingen. Auch ein großes Musical will die Singschule einstudieren.

In der Reihe der musikalischen Ereignisse wurden in Gastspielen im Jahr 2015 auch ungewohnte Genres geboten. Doch für Jazz gibt es in Eilenburg wenig Interesse: „14 Besucher waren Anfang November beim Konzert im Gemeindesaal. Das läuft also nicht. Schade“, stellt die Kantorin fest. „Für Unbekanntes ist es manchmal etwas mühsam, ein Publikum zu finden. Dabei kann gerade das sehr interessant sein.“ Andererseits: Auch wenn Bachs Weihnachtsoratorium sehr bekannt ist, macht sich ein Kirchenchor, der es in sein Repertoire aufnimmt und selbst interpretiert, auf eine beschwerliche Reise: „Es ist einfach toll, dass alle mitgemacht haben, dass sie diesen Weg gehen wollten“, blickt die Kantorin zurück. Derzeit wird mit den Jüngsten fürs Krippenspiel geübt. Denn auch beim Gottesdienst an Heiligabend wird Tradition gepflegt.

Von Heike Liesaus

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