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Eilenburg Rinckarts entführen Gäste in die Welt der Sprachen
Region Eilenburg Rinckarts entführen Gäste in die Welt der Sprachen
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18:00 31.01.2010
Eilenburg

Als kleine Latiner verkleidet begrüßten Maximilian Bender und Mitschülerinnen aus der siebenten Klasse gleich am Eingang des Gymnasiums die Besucher. Sie verteilten ein Info-Blatt, das als Wegweiser für’s Schulhaus diente, und wollten sozusagen als erste Anlaufstelle auf das Motto des Vormittags aufmerksam machen: Kultur und Sprachen verbinden. Dabei ist die Sprache Latein nicht die einzige, die die Rinckarts zu bieten haben. Englisch, Russisch und Spanisch gibt’s außerdem. Eine halbe Stunde nach Eröffnung konnte Maximilian auch schon ein erstes Fazit ziehen, was die Besucherzahl anging. „Ich schätze mal 100 bis 150 waren es schon locker“, sagte der 13-Jährige und bot den aus der Kälte kommenden Gästen Snacks an.

Tatsächlich war das Besucherinteresse groß, zumal der erste Programmpunkt gleich für die neuen fünften Klassen gedacht war. In der Aula gaben gestandene Rinckart-Schüler einen umfassenden Einblick in das Bildungshaus, gefolgt von einer öffentlichen Schauspielprobe der zehnten Klasse. Da wollte so mancher gar nicht mehr aufstehen, dabei gab es auf jeder Etage und in jedem Raum vieles mehr zu entdecken.

Englischlehrerin Petra Leihe erklärte beispielsweise, was es mit dem Certi Lingua auf sich hat. Mit diesem Exzellenzlabel werden Schülerinnen und Schüler ausgezeichnet, die mit dem Abitur besondere Qualifikationen nachgewiesen haben. Sie müssen zum Beispiel zwei Fremdsprachen auf hohem Niveau beherrschen Das Certi Lingua ermöglicht den Absolventen dann den Zugang zu international orientierten Studiengängen oder erleichtert berufliche Perspektiven in anderen Ländern dieser Welt. Am Martin-Rinckart-Gymnasium kann man das Certi Lingua durchlaufen.

Kathrin Mikusch schnupperte mit Tochter Annabell, die das Gymnasium besuchen will, vorbei. „Aber dieses Jahr ist es noch nicht so weit, erst 2011“, erzählte Mutter Kathrin. Doch man könne sich „nicht früh genug kümmern, welches Gymnasium in Frage kommt“, so die Bad Dübenerin weiter. Denn Gräfenhainichen stehe bei ihr auch noch auf der Liste. Von den Eilenburger Angeboten war sie jedoch recht angetan, sprach von einer „großen Vielfalt.“

Künstlerisch ging es derweil in der oberen Etage zu. Fünft- und Zehnklässler malten indianische Piktogramme auf Figuren. „Das sind Zeichen, die ohne Worte zu verstehen sind“, erklärte Kunstlehrerin Kathrin Schlögl. So entstanden echte Hingucker. Einen Einblick in die Naturwissenschaften gab Physiklehrer Karsten Beuche. Bei ihm standen Experimente im Mittelpunkt. Vor allem in der Oberstufe gilt Physik als nicht einfaches Fach. Doch Beuche machte Mut. „Das Komplizierte macht doch gerade Spaß“, sagte er. Und tatsächlich: Die Physiker hatten wohl mit den meisten Andrang.

Schulleiter Dieter Mannel lobte unterdessen den Einsatz seines Kollegiums und der Schüler. „Jeder Bereich zeigt großen Einsatz“, sagte Mannel. Und am Ende des Vormittags konnte der Latiner Maximilian sicherlich weit mehr als 150 Besucher zählen. Der Gästestrom riss den ganzen Vormittag nicht ab. So konnten Mannel, die 71 Lehrer und 710 Rinckart-Schüler den Tag der offenen Tür als gelungene Veranstaltung verbuchen.  

Nico Fliegner

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