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Eilenburg Ritterspiele und Mäuserroulette bei Eilenburgs Belianern
Region Eilenburg Ritterspiele und Mäuserroulette bei Eilenburgs Belianern
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17:00 28.10.2018
Karsten Wollny erklärt, dass man eine Wüstenrennmaus ganz behutsam anfassen muss. Quelle: Anke Herold
Eilenburg

Kräutersalze zusammenrühren, Brot backen, Töpfern, Ritterburgen bauen, Seifen selber kreieren – das klingt wie nach Zeitreisenden, die sich ins Hier und Jetzt verirrt haben. In Wahrheit aber ist es Unterricht an Eilenburgs Belian-Grundschule, nämlich praktisch und projektorientiert – diesmal auf den Spuren des Mittelalters. „Klassenübergreifend haben wir eine Projektwoche gestaltet. Dazu haben wir uns einen externen Partner ins Boot geholt“, berichtet Schulleiterin Evelin Wiesner. Am Freitagabend startete zum Abschluss ein großes Spektakel.

Ritterspiele, Feuershow und Mäuseroulette

Mit einem Programm der Schüler und einer kleinen Feuershow starteten die Belianer in den abendlichen Spaß. Bei „Hau den Lukas“, Katapultschießen, Ritterspielen und einem Mäuseroulette verwandelten die Akteure den Schulhof in einen Abenteuerspielplatz, mit Speis und Trank und einem kleinen Basar. Captain Rabe, die Wüstenrennmaus, schlängelte sich blitzschnell durch die Gänge der kleinen Ritterburg und mutige Zuschauer setzten nicht nur auf den richtigen Eingang, sondern streichelten das kleine, schwarze Felltier vorsichtig. Dabei lernten sie, dass so eine Maus behutsam anzufassen ist, weil „ihre dünnen Knochen sonst schnell brechen können“, erklärte Karsten Wollny, der seine Mäuseburg mit Geschichten aus dem Mittelalter belebte. Er ist einer der externen Partner.

Eine ganze Woche lang stand der Unterricht an Eilenburgs Belian-Schule im Zeichen des Mittelalters. Zum Schluss gab es ein Mittelalterspektakel auf dem Schulhof.

Spektakel kommt gut an

Im Gebäude präsentierten die Schüler aus der Filz-, Leder-, und Töpferwerkstatt selbst hergestellten Schmuck, probierten mit ihren Eltern das riesige Mühlespiel und testeten ihr Zielvermögen beim Bogenschießen. Fynn Gaebel setzt mit seinem Vater Stephan die übergroßen Mühlsteine hin und her. Dem Viertklässler gefiel die Projektwoche. „So macht Unterricht Spaß. Vor allem über die Kleidung habe ich gestaunt. Die hatten früher auch Felle, um sich zu wärmen.“ Beratungslehrerin Jutta Burkhardt verkauft Schönheitsseifen, auch sie ist begeistert. „Spitzenmäßig, alle waren begeistert, diszipliniert und stolz auf ihre Ergebnisse, die sie heute zum Tag der offen Tür ihren Eltern zeigen konnten“. Für das Pädagogenteam Gelegenheit, den Eltern zu zeigen, was mit den Schülern alles möglich gemacht wird.

Von Anke Herold

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