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Eilenburg Rückendeckung für Eilenburgs Angler
Region Eilenburg Rückendeckung für Eilenburgs Angler
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14:10 19.05.2015

Hinsichtlich des Verbandes sei alles, was zu regeln ist, ordnungsgemäß geregelt, stellte jetzt Friedrich Richter, Geschäftsführer des Anglerverbandes Leipzig, dem auch der Eilenburger Verein angehört, als Gast bei der Mitgliederversammlung klar: "Euer Verein macht gute Arbeit an den Gewässern und mit Jugendlichen. Dass es Zoff zwischen René Wagner und einer anderen Person gibt, tut mir leid, aber diese Auseinandersetzungen gehen den Verband nichts an." Geld, das der Verband zu bekommen habe, sei jeweils ordnungsgemäß überwiesen worden. Dabei handele es sich um die Mitgliedsbeiträge. Es gebe nun mal Privatpersonen, die berechtigt sind, die Vorbereitungslehrgänge zur Fischereischeinprüfung zu halten. "Das ist dann deren privates Bier." Das gehe den Verband nichts an. Die Einnahmen bleiben beim Veranstalter, der damit auch Honorarkräfte und Raummiete zahlt. Andererseits sei er generell bestrebt, "dass es keine privaten Schulungen gibt", erläuterte Richter ebenso bei dieser Gelegenheit. Der Verband organisiert selbst solche Kurse, an denen jährlich Hunderte teilnehmen. Überschüssige Einnahmen kommen dann wieder den Anglern zu Gute. So habe der Verband zum Beispiel auch den Teich im Jesewitzer Ortsteil Gotha, den die Bodenverwertungs- und Verwaltungsgesellschaft voriges Jahr privatisiert hatte, kaufen können.

Es sei gut, dass sich die Sache nun letztlich aufgelöst habe, aber schlecht, dass Vermutungen und gravierende Anschuldigungen im Raum standen, so der Verbands-Geschäftsführer weiter. Aber es seien trotzdem Fehler gemacht worden. So habe es schon ein "Gschmäckle": Die Ankündigungen der Lehrgänge wurden jeweils unter der Überschrift des Petri-Heil-Vereins angekündigt. Allerdings ist der langjährige Lehrgangsleiter mittlerweile verstorben. Der Vorsitzende des Petri-Heil-Vereins, René Wagner, leitete dann die Kurse des vorigen Jahres. Er verfügt auch über die Berechtigung zur Durchführung. Er versicherte, wie berichtet, dass er nicht wusste, dass das Geld weder der Anglerverband noch die Fischereiaufsicht haben wollten. Er habe die Einnahmen in der Kasse gelassen und übergab sie an den Verein, als ein Mitglied die massiven Vorwürfe wegen des unklaren Verbleibs erhob.

Auseinandersetzungen gibt es nun noch um die Internetseite des Vereins. Denn wer die Adresse www.petri-heil.info eingibt, kommt auf der Seite mit Infos des Angelvereins Eilenburg-Nord und der Adresse www.angeln-eilenburg.de an. Die Seite sei quasi sein Eigentum, sagte der Webmaster, mit dem es die Auseinandersetzungen gab, und der inzwischen dem Angelverein Eilenburg-Nord angehört, der LVZ bereits vor einigen Wochen. Der Beschluss, dass er die Internet-Präsenz bei Petri Heil nicht mehr betreuen soll, sei schon vor einiger Zeit gefasst und per Einschreiben zugestellt worden, berichtete Wagner in der Versammlung. Dann müssten diese Ansprüche notfalls gerichtlich durchgesetzt werden, so Richter. Er könne nur raten, alles andere zu ignorieren, erklärte er zu weiteren Vorwürfen, die gegen das mittlerweile ehemalige Vereinsmitglied in der Versammlung angebracht wurden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 29.04.2015
Von Heike Liesaus

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