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Eilenburg Rüstzeit im Krippehnaer Pfarrgarten
Region Eilenburg Rüstzeit im Krippehnaer Pfarrgarten
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15:11 04.07.2018
Robin Weber, Josy Kadelbach und Lydia Praters (v.l.n.r.) gehören zu den ehrenamtlichen Helfern bei der Zeltrüstzeit in Krippehna. Vor Jahren waren sie selbst als Christenlehrekinder dabei. Quelle: Bärbel Schumann
Krippehna

Gemeindepädagogin Kathrin Engelhardt hat nicht gezählt, wie viele Male sie schon eine Zeltrüstzeit im Pfarrgarten von Krippehna konzipiert und gemeinsam mit anderen Kirchenmitarbeitern sowie vielen freiwilligen Helfern vorbereitet hat.

Viel erlebt bei der Rüstzeit

„Über 20 Mal ist es bestimmt, 23 vielleicht“, erklärt sie und lässt ihre Augen über die Kinderschar schweifen. Die bastelt gerade, spielt Ball oder sitzt einfach in der Runde zusammen. Andere bereiten eine Schnipseljagd vor. Dafür kann man nicht genügend Schnipsel parat haben, sind sich die Jungs sicher. Einige ruhen sich aus, denn für den Nachmittag steht eine kleine Wanderung auf dem Programm. Vorfreude herrscht bei allen auf den Ausflug am nächsten Tag. Wohin es gehen soll, ist noch ein Geheimnis. Pfarrerin Eva Fitschen verrät, dass der Leipziger Zoo das Ziel sei, passend zum Thema der Rüstzeit, bei dem es um Jona geht, der vom Walfisch verschluckt wurde und nach drei Tagen wieder heraus kommt.

Raupe als Tröster

„Unser Programm ist danach ausgerichtet und es bietet viele Möglichkeiten, diese biblische Geschichte mit anderen Dingen zu verbinden“, sagt die Pfarrerin. So basteln die Kinder Notfallkoffer und füllen diese mit Nützlichem: einer selbst gebastelten Raupe als Tröster, einem Liederheft, eine Gebet für jeden Tag und anderen Dingen. Es wird aber auch Theater gespielt, viel gesungen, auf Wanderschaft gegangen und neue Freundschaften werden geschlossen. Und dann ist da immer noch die Faszination: Zelten im Pfarrgarten. Das hat auch Vikarin Philine Hommel begeistert, die Freunden dann sagte: „Ich mache Rüstzeit in meinem Garten.“

Viele Helfer

Die Zeltrüstzeit wäre aber ohne viele Helfer aus den Kirchgemeinden nicht denkbar. Da sind die Frauen und Männer, die sich um die Verpflegung der Teilnehmer kümmern, Frühstück selbst zubereiten und im Gemeindehaus servieren. Da sind aber auch Robin, Josy und Lydia, die als Helfer dabei sind. Die drei Jugendlichen waren als Kinder selbst einmal bei den Zeltrüstzeiten dabei. Ihrem Engagement ist anzumerken, dass sie damals selbst viel Spaß bei dem Erlebten hatten. Spaß und Freude, die sie nun an die Mädchen und Jungen weitergeben und spüren lassen. „Aber ein bisschen komisch ist es schon, wenn man jetzt auf der Seite der Betreuer steht“, sagt die 16-jährige Lydia. Ehe das Zeltlager endete, gab es noch ein gemeinsames Abschlussfest, zu dem auch Eltern, Geschwister und Großeltern eingeladen waren. Inzwischen sind die Zelte abgebrochen. Was bleibt, sind Erlebnisse, die prägen.

Von Bärbel Schumann

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