Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Eilenburg Ruinöse Biogasanlage in Gordemitz soll weitergebaut werden
Region Eilenburg Ruinöse Biogasanlage in Gordemitz soll weitergebaut werden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:21 07.04.2018
Lange herrschte Ruhe auf der Baustelle Biogasanlage Gordemitz. Quelle: Heike Liesaus
Gordemitz

Die Jesewitzer sagen nach wie vor Nein zur Biogasanlage im Ortsteil Gordemitz. Das wurde in der Gemeinderatssitzung am Donnerstag deutlich. Es ging um die Verlängerung der Genehmigung des Bauvorhabens, das seit einigen Jahren als Investruine auf dem Schwarzen Berg steht. Neue Eigentümer, unter anderem aus Löbnitz, wollen die Anlage zum Leben erwecken. Erneut ist die Stellungnahme der Gemeinde für die Genehmigung gefragt. Und wie gehabt bleiben aus deren Sicht die Knackpunkte Transportwege und Lagerflächen.

Das sagen Anwohner

Anwohner aus dem benachbarten Weltewitz meldeten sich in der Sitzung zu Wort: „Wir fürchten um unsere Lebensqualität, Geruchsbelästigung. Es wird Verkehrsprobleme wegen der Zulieferungen und Abtransporte geben.“

„In Ochelmitz kommen die Anwohner mit der Biogasanlage in unmittelbarer Nachbarschaft aus. Die Gordemitzer ist mehr als einen Kilometer von der Wohnbebauung entfernt“, gab Bürgermeister Ralf Tauchnitz zu bedenken. Positiv wurde registriert, dass bereits ein neues Unternehmen „Biogasanlage Gordemitz“ angemeldet wurde, und dass das Projekt nicht in einst geplanten Dimensionen in Betrieb gehen soll.

Zweifel bleiben

Gemeinderat Stefan Bär bezweifelte aber, dass im Umfeld das nötige Material für die Gärprozesse zur Verfügung steht. Vor mehr als zehn Jahren war die Idee der Biogasanlage an dieser Stelle geboren worden, um den Dung der Geflügelmastbetriebe in Energie zu verwandeln. „Die haben ihre Abnehmer und die Landwirtschaftsbetriebe ringsherum ihre Fruchtfolgen“, so Bär. Das bedeute lange Transportwege. Wenn jetzt tatsächlich anders gebaut wird, muss es Änderungen geben. „Dann werden wir sowieso erneut beteiligt“, schätzte Gemeinderat Frank Vetterlein. „Wir würden uns wünschen, dass das Projekt noch einmal vorgestellt wird“, ergänzte Torsten Klinge.

Von Heike Liesaus

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Alte Autokennzeichen sind im Landkreis Nordsachsen überaus gefragt. Fünf Jahre nach ihrer Wiedereinführung sind rund zwei Drittel aller zugelassenen Fahrzeuge mit einem regionalen Kürzel unterwegs. Wer die Hitliste anführt – wir fragten nach.

07.04.2018

Die Einmündung der Marienstraße in die Bergstraße in Eilenburg ist unübersichtlich und gilt als Unfallschwerpunkt. Anwohner beobachten, dass es hier regelmäßig kracht. Die Gründe dafür liegen auf der Hand.

07.04.2018

Am Freitagabend wurden im Eilenburger Bürgerhaus die Mühlenpreisträger 2018 ausgezeichnet. Drei Frauen und ein Mann aus Nordsachsen machten das Rennen.

06.04.2018