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Eilenburg Rund 26 000 sehen bisher Sonderschauen zum Dreißigjährigen Krieg
Region Eilenburg Rund 26 000 sehen bisher Sonderschauen zum Dreißigjährigen Krieg
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21:00 30.08.2018
Günter Tempelhof aus Bad Düben ist der Projektkoordinator der Ausstellung "Je weniger Klingen, je größere Herzen - 400 Jahre Dreißigjähriger Krieg". Quelle: Steffen Brost
Bad Düben

Seit Mai und noch bis Ende Oktober laufen in der Region zahlreiche Ausstellungen und Veranstaltungen zum Thema „Je weniger Klingen, je größer die Herzen – 400 Jahre Dreißigjähriger Krieg“. Der Initiator des Gemeinschaftsprojektes, Günter Tempelhof aus Bad Düben, zieht jetzt eine positive Zwischenbilanz.

Aus Österreich besuchte eine Reisegruppe Nordsachsen wegen dieser Schau

Bis 31. Juli haben 26 123 Besucher die Ausstellungen und Veranstaltungen besucht. Allein in Nordsachsen waren es 8623. Die Vorträge hörten sich 434 Interessierte an, bei den Vernissagen waren 617 Menschen. 850 Schüler wurde bei den museumspädagogischen Angeboten im Rahmen des Unterrichtes registriert und es gab sogar eine österreichischen Reisegruppe, die ausschließlich wegen dieser umfangreichen Schau in die Region reisten und die Ausstellungen in Bad Düben, Delitzsch, Eilenburg und Torgau besuchten. „Ein überaus positives Zwischenergebnis. Wir rechnen bis Ende Oktober mit dem Doppelten“, ist Tempelhof mehr als zufrieden.

Tempelhof hat das Projekt seit 2013 vorbereitet

Seit Ende 2013 bereitete der Kurstädter diese Sonderschau vor, suchte sich Partner, organisierte Fördermittel und Sponsoren. „Es war eine ziemlich stressige Zeit. Denn die unterschiedlichen Ausstellungen mussten organisiert und besprochen werden, dann mussten Leihgaben rangeholt werden und vieles andere mehr. Bis heute bin ich etwa allein für dieses Projekt rund 12 500 Kilometer mit den Auto kreuz und quer durch die Republik gefahren“, so Tempelhof weiter.

Der Bad Dübener macht das alles auf ehrenamtlicher Basis. Die Geschichte ist sein Hobby. Er recherchierte monatelang in Archiven in Dresden, Straußberg, Potsdam, Freiburg und Berlin. „Ich habe Forschungen zu Gustav Adolf von Schweden angestellt oder zum Militär in unserer Stadt und viele Chroniken zu Unternehmen und Vereinen erstellt“, sagte er weiter.

Doch die aktuelle Schau hat alle Erwartungen übertroffen. Los ging es am 12. Mai mit der Ausstellungseröffnung in Eilenburg. Bis Ende Mai folgten die Schauen in Delitzsch, Taucha, Leipzig, Torgau und Bad Düben. Im Juni kamen Dölitz und Tachow in Tschechien dazu. Dazu gibt es rund um die Ausstellungen insgesamt 48 Veranstaltungen wie Vorträge und anderes. „Ohne die Unterstützung zahlreicher Partner wie beispielsweise der Krostitzer Brauerei wäre das nicht so weit gekommen. Auch die Presse wie die Leipziger Volkszeitung unterstützte uns mit großen Berichterstattungen, Fotos und Ankündigungen. Außerdem wurde durch die LVZ Post verschieden Sonderbriefmarken herausgebracht. Alle 3000 Zehnerblöcke sowie 380 Schmuckblätter sind mittlerweile vergriffen“, ist Tempelhof dankbar.

Tempelhof hält auch selbst Vorträge

Auch der Initiator selber hält einige Vorträge. Am 7. September um 19 Uhr im Naturparkhaus, am 21. Oktober um 15 Uhr im Rahmen der Sonntagsschule im Eilenburger Museum und am 28. Oktober um 15 Uhr im Museum Torgau. Sein Thema ist das Leichenkondukt sowie das Leben und Wirken von Gustav Adolf von Schweden. Eine Höhepunkt zum Ende der Schauen in Bad Düben wird ein Vortrag des Domprediger von Magdeburg, Bad Dübens ehemaliger Pfarrer Jörg Uhle-Wettler sein, der am 19. September um 19 Uhr in der Bad Dübener Stadtkirche den Vortrag „Warum sollt ich mich denn grämen“ hält.

Ende Oktober ist das Projekt zu Ende

Ab Ende Oktober wird das Projekt abgewickelt. „Wir müssen die Leihgaben zurückführen, es gibt ein Abschlusstreffen aller Beteiligten und vieles andere mehr“, erzählte der Bad Dübener. Doch an Langeweile ist auch danach bei Günter Tempelhof nicht zu denken. Der Bad Dübener hat bereits seine nächsten Projekte angekurbelt. So erstellt er die Chronik zur Geschichte der Militärtechnischen Schule „Harry KuhnBad Düben und die Chronik der Bad Dübener Schützengilde.

Von Steffen Brost

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