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Eilenburg Sachsenforst lädt zum Wald-Erlebnis nach Doberschütz ein
Region Eilenburg Sachsenforst lädt zum Wald-Erlebnis nach Doberschütz ein
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17:54 26.06.2016
Die Besucher konnten sehen, wie ein Harvester arbeitet. Quelle: Kathrin Kabelitz
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Doberschütz

Burschi bringt mit seinen 800 Kilogramm einiges auf die Waage, ist zugwillig und zugfest. Das muss er auch sein. Der 13 Jahre alte Kaltblüter aus dem Lossatal verdient sich sein Heu mit Holzrücken. „Immer dort, wo die Maschinen im Wald nicht hinkommen, kommen die Pferde zum Einsatz“, sagt Dietmar Dietze von der Interessengemeinschaft Zugpferde, der das Holzrücken mit Pferden demonstriert. Wer glaubt, es hier mit Historie zu tun zu haben, der irrt. Diese Arbeitsweise wird im Zuge einer naturnahen Forstwirtschaft wieder zunehmend propagiert. Dass der Weg des Stamms ins Sägewerk auch anders verlaufen kann, zeigt Christian Huster vom Staatsbetrieb Sachsenforst den Interessierten an diesem Nachmittag anhand moderner und großer Fahrzeuge und Maschinen, wie spezieller Forstschlepper oder Forwarder, aber auch Harvester, also sogenannte Holzvollernter, die die Bäume fixieren, fällen und entasten können.

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Waldfest Doberschütz 2016

Technik-Freaks kamen beim Nordsächsischen Waldfest auf dem Festplatz in Doberschütz somit voll auf ihre Kosten. Am Vormittag hatte Jan Glock, Leiter des Forstbezirkes Taura, im Beisein von Vertretern der Gemeinde, des Landratsamtes, des Landtages und der Sächsischen Waldkönigin Saskia I. die fünfte Auflage dieser alle zwei Jahre stattfindenden Veranstaltung eröffnet. Große und Kleine für die Schönheit aber auch Aufgaben des Waldes zu sensibilisieren sah Glock gewissermaßen auch als Hauptanliegen dieses Tages, den die Falkenstruther Bläser würdig starteten. Für Bürgermeister Roland Märtz (CDU) eine gute Sache. Mit dem Forst verbinde die in der Dübener Heide und ihrem Rad- und Wanderwegenetz gelegene Kommune ein gegenseitiges Nehmen und Geben. Seit Jahren haben hier Forstbehörden ihren Sitz.

Ein Rundgang über den Festplatz verdeutlicht eindrucksvoll, wie vielfältig das Waldleben und alles, was irgendwie dazu gehört, ist. Gewürze, Honigprodukte, Pflanzen. Holzgestaltung – all das und mehr hat irgendwie immer mit der näheren Umgebung zu tun. Lothar Weiße kommt aus Torgau, verarbeitet ebenso heimische Produkte wie es Jan Ole Schlegel bei seinen Holz-Unikaten tut. Dessen zu bearbeitender Rohstoff wächst in den Wäldern bei Leipzig und der Umgebung. Der Begegnung mit Waldfee Saskia haben es gewissermaßen die Vertreter der Zwethauer Firma NaturholzDeko zu verdanken, dass sie mit ihren handgefertigten Produkten vor Ort ist. Dass zu den 38 Ausstellern und Dienstleistern aus der Region und auch Bildhauer der Schnitzer-Gilde Erzgebirge gehörten, mag kein Zufall sein. Die Waldkönigin ist im wahren Leben im Bereich Öffentlichkeitsarbeit im Forstbezirk Taura tätig und – in Annaberg-Buchholz groß geworden.

Bis zum Nachmittag jedenfalls war ein reges Kommen und Gehen auf dem Festplatz. Als die Wöllnauer Bläser begannen zu spielen, huschte auch mal ein Regenschauer über das Areal. Als Andreas Naujoks vom Staatsbetrieb die Damen und Herren mit ihren Jagdhunden in das abgesperrte Geviert bat, wars dann wieder trocken. Gelegenheit Kleinen, auf den Strohballen zu toben, bei Marcus Göllnitz die Zielsicherheit mit dem Luftgewehr auszuprobieren oder beim Heide-Netz-Verein die Tastboxen zu testen.

Von Kathrin Kabelitz

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