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Eilenburg Saisonstart: Eilenburgs Tafelgärten werden bestellt
Region Eilenburg Saisonstart: Eilenburgs Tafelgärten werden bestellt
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14:28 19.05.2015
Karsten Preiß, Sebastian Gieser, Uwe Pohle und Klaus Höppner (von rechts) befreien die Beete von Unkraut und machen sie bereit für Saaten und Pflanzen. Quelle: Heike Liesaus

Gemüse und auch etwas Obst werden angebaut, die Erträge gehen an die Eilenburger Ausgabe der Delitzscher Tafel. "Die SBH Südost GmbH, Standort Eilenburg, fungiert dabei als Träger der Maßnahme. Unser Team unterstützt die dabei Beschäftigten auch bei der Integration in den ersten Arbeitsmarkt", erklärt Saskia Bohlen, Koordinatorin des Standortes in der Muldestadt.

Mittlerweile sind in einem Teil der beackerten Areale die Kartoffeln in der Erde, wird in einem anderen bereits das erste Mal zwischen den Erdbeerpflanzen Unkraut gejätet. Einige Meter weiter ist eine Gruppe dabei, den Boden von Unkraut zu befreien, das sich seit vergangenem Herbst angesiedelt hat. Die Beete sind riesig, inzwischen werden die Gärten schon seit einigen Jahren für die Tafel genutzt, kommt die Ernte Bedürftigen zugute, die dort Nahrungsmittel gegen einen Obolus erwerben können.

René Wagner, der die Tafelgärtner anleitet, zeigt Pflanzpläne: "Wir wechseln immer. Dort, wo im vorigen Jahr Bohnen waren, werden diesmal Möhren und Kartoffeln gepflanzt und umgekehrt." Er kennt sich aus, ist Fachberater im Kleingartenverband. So werden zwischen die Möhren auch Zwiebeln gesetzt. "Sie halten die Möhrenfliege fern." Kohlrabi, Salat, Radieschen, Kräuter kommen auch in die Beete. Einige Obstbäume stehen ebenfalls in den genutzten Parzellen. "Aber wir könnten jetzt einfach mal Regen brauchen", guckt Sebastian Gieser in den blauen Himmel. Er ist Baumschulgärtner. Einige seiner Kollegen für diesen Sommer, mit denen er gerade Beete für die Aussaat fertig macht, haben oft auch Erfahrung aus dem eigenen Kleingarten. Wichtig sei, etwas zu tun zu haben, ist aus der Gruppe zu hören. "Es ist auch einfach immer etwas dazuzulernen. Jeder Gärtner macht es schließlich ein bisschen anders", stellt Klaus Höppner fest. "Außerdem kann man sich immer austauschen", stimmt Gieser zu.

Die "Arbeitsgelegenheit gegen Mehraufwandsentschädigung" läuft noch bis Ende September. Seitens der SBH Südost werde in dieser Zeit auch bei der Recherche nach Stellenangeboten und bei Bewerbungen geholfen. Die Resultate in den Gärten werden indes nicht lange auf sich warten lassen: In acht Wochen sei Erntezeit, erklären die Tafel-Gärtner. Dann können Salat und Radieschen ausgeliefert werden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 25.04.2015
Von Heike Liesaus

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