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Eilenburg Saisonstart an der Kiesgrube in Eilenburg
Region Eilenburg Saisonstart an der Kiesgrube in Eilenburg
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00:33 06.04.2018
Jürgen Becker betreibt die Wasserski-Anlage in Eilenburg. Quelle: Bärbel Schumann
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Eilenburg

Die Osterfeiertage gelten in vielen saisonalen Freizeiteinrichtungen als Start in die neue Saison. Die Tage rund um das Fest sind stressig, weil sie angefüllt sind mit den Vorbereitungen. Die LVZ sah sich an der Eilenburger Kiesgrube um.

Am Ufer haben die Vorbereitungen auf die Saison längst begonnen. „An kalten Tage waren die Leute schon hier und im Wasser. Viele kommen auch nur zum Spazieren “, sagt Jürgen Becker. Der 64-Jährige betreibt das Areal an der Wasserski-Anlage seit 2013. Neben Wasserski können auch Boote ausgeliehen werden, wartet ein Beachvolleyballplatz, eine Wasserrutsche für Kinder und eine Sauna auf Besucher. Auch ein kleines Restaurant gibt es und zwei Ferienzimmer. „Wir haben auch einen kleinen Campingplatz ohne viel Komfort, der gern von Jugendlichen genutzt wird“, zählt Becker in einer kleinen Arbeitspause auf.

„Man muss immer wieder neue Anreize bieten“

Unter einem Pavillon stapeln sich demontierte Teile von Terrassenstühlen. Unterstützt von Claudia und Sebastian Ardelean erhalten die Holz- und Metallteile gerade einen neuen Farbanstrich. Auch andere Arbeiten wurden bei den ersten Strahlen der Frühlingssonne schon erledigt.

„Sturm Friederike hat ganz schönen Schaden angestellt. Noch ist nicht alles behoben“, sagt Becker und zeigt auf ein Hindernis für die Wasserskifahrer. Natürlich werde alles, was defekt ist, beseitigt. Neue Wasserhindernisse und Waveboard im Wert von insgesamt rund 28 000 Euro wurden in diesem Jahr angeschafft, nachdem bereits im Vorjahr rund 40 000 Euro investiert wurden. „Man muss immer wieder neue Anreize bieten, damit die Leute kommen“, ist sich Becker sicher.

Die Besucherzahlen im vergangenen Jahr seien trotz des schlechten Wetters wie in den Jahren davor gleichbleibend. Jedoch hat der Inhaber festgestellt, dass weniger Sportenthusiasten aus der Eilenburger Region kommen, dafür aber mehr Leute aus Wittenberg, Torgau und dem Leipziger Umland. Sie kämen vor allem wegen der Hindernisse auf der Anlage. Apropos Wasser, wenn es die Wärme zulässt, dann will der Eilenburger für die Gäste wieder die Banane mit dem Motorboot für jede Menge Spaß über den See ziehen. Auch in der neuen Saison werde wieder das Partyfloß zum Einsatz kommen. „Wenn es wärmer ist, sind auch die Leute da.“

Alle Dauercampingplätze belegt

Auf der gegenüberliegenden Seeseite rüstet auch die Chefin des Freizeit- und Erholungszentrums für die bevorstehende Saison. Der große Frühjahrsputz steht an, sobald es etwas wärmer ist. Beate Millemann hat in den vergangenen Monaten die Hände jedoch nicht in den Schoß gelegt. Sie war mit einem Geschäftspartner für Campingartikel auf Tourismusmessen unterwegs, um für ihren Campingplatz, die gesamte Anlage und natürlich für die Region zu werben. Aber eigentlich muss sie das nur für einen Teil ihres Areals. „Auf dem Dauercampingplatz mit seinen 180 Plätzen sind derzeit alle belegt“, erklärt sie. Auf dem Platz für Kurzcamper werden Besucher jedoch die Möglichkeit haben, für einen Ferienaufenthalt oder ein Wochenende einen Platz zu erhalten. Millemann hat festgestellt, dass in den letzten Jahren die Nachfrage in Sachen Camping gestiegen ist. Vor allem aus der näheren Umgebung buchten Familien gern einen Platz. Auch das Saisonpersonal stehe in den Startlöchern. Neben der bei Bedarf mithelfenden Familienangehörigen will Beate Millemann sechs Mitarbeiter in der Saison beschäftigen, die sich um die Belange der Anlage und die Besucher kümmern. Für den Sommer werden Kinder- und Neptunfest vorbereitet. Im Kalender eingeplant sind ebenso die Ruderregatten.

Nur eines bewegt Beate Millemann auch in der bevorstehenden Saison. Das Problem mit dem Eintritt am Eingang mit dem Drehkreuz konnte immer noch nicht behoben werden. Deshalb werden Kinder und Familien gebeten, bei ihrem Badebesuch den Haupteingang zu nutzen. Denn hier ist nur möglich, Eintrittskarten zum ermäßigten Preis zu erwerben. „Es tut mir leid, aber das ist ein technisches Problem, was wir selbst nicht lösen können.“ Am Drehkreiseingang dagegen gibt es nur Karten zum vollen Preis.

Von Bärbel Schumann

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