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Eilenburg Sanierungsarbeiten an Amsel und Drossel haben begonnen
Region Eilenburg Sanierungsarbeiten an Amsel und Drossel haben begonnen
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14:02 19.05.2015
Der Fußboden ist raus, der Putz ist abgestemmt. Michael Götzke bespricht mit Elektriker Rigo Schröter und DPS-Mitarbeiter René Berger (von links), wie es weitergeht. Quelle: Heike Liesaus

Der ist nicht allein nur Vorsitzender des Kleingartenverbandes Eilenburg und Umgebung, sondern koordiniert die Arbeiten der Hochwasserschadensbeseitigung am Vereinsheim der Eilenburger Gartenanlage Sewastopol und an der Drossel in der Anlage Groitzscher Aue fachlich. Nicht nur er dürfte hoffen, dass es klappt. Schließlich ist bereits viel Zeit ins Land gegangen, bis die Mittel für die Sanierung nach der Flut 2013, die nun genau ein Jahr zurückliegt, bewilligt waren.

Die beiden Projekte waren getrennt ausgeschrieben. Doch die besten Angebote hatten jeweils dieselben Firmen gemacht, die sich nun jeweils die Arbeiten in beiden Lokalen nacheinander vornehmen. In der Amsel ist der Anfang gemacht. Deshalb sieht es dieser Tage dort noch viel weniger nach freundlicher Bewirtung aus als in den vergangenen Monaten. Das Lokal ist im unteren Bereich entkernt. Mitarbeiter der Firma Jespo haben die Fußböden herausgenommen, die Mitarbeiter der Leipziger Firma DPS Denkmalpflege, Putz und Stuck stemmten Putz ab. Das ist notwendig, damit das Wasser aus den Mauern kommt. "Gestern hatten wir in der Wand noch 50 Prozent Feuchtigkeit gemessen. Heute sind es noch zwölf. Einfach, weil die Luft rankommt", berichtete Götzke vor Ort. "Wir hatten auch Stellen, da war es in den Trockenbauwänden klatschnass. Diese ersetzen wir deshalb mit massivem Mauerwerk."

Währenddessen begann Rigo Schröter von der Eilenburger Firma Elektro-Schulze schon damit, neue Leitungen zu verlegen. Auch die Elektroinstallation wird verlegt, kommt nun über die Wasserlinie.

Der Regen, der gerade in der vergangenen Woche über der Region niederging, erinnerte erneut daran: Ein Hochwasser, so wie im Juni 2013, kann immer wieder kommen. Und die Gartenanlagen sind nicht von den Eilenburger Flutmauern und -dämmen geschützt. Doch die Vereine wollten nicht auf ihre eigenen Lokale verzichten und etwa ein gemeinsames Domizil neu bauen. Sie sehen die Häuser als die jeweiligen kulturellen Mittelpunkte in den Anlagen an. Die Sanierung soll nun nachhaltiger erfolgen als nach 2002. Eine Überflutung darf nicht mehr so großen Schaden anrichten. Dazu wird der Fußboden zuerst mit einer Betonschicht aufgebaut, auf die dann noch sogenannter Gussasphalt gebracht wird, der keine Feuchtigkeit annimmt. Darauf werden Fliesen verlegt. Nach einem Hochwasser reicht es dann, mit dem Schrubber drüber zu gehen, stellte Götzke fest. Das Wasser völlig rauszuhalten, sei indes eine Illusion. "Denn solch ein Gebäude lässt sich nicht völlig abdichten."

An die Mauern soll schließlich Sanierputz kommen. Aber auch die neue Flächenheizung werde im Fall des Falles helfen, das Haus wieder zu trocknen. Diese wird an den Decken installiert und wirkt mit Infrarotstrahlung. Diese verbraucht zwar Strom, aber es wird damit gerechnet, dass sich die Energiekosten in etwa der gleichen Höhe bewegen wie bei der vorherigen Gasheizung. Die Anlage sei zudem in mehrere Sektionen eingeteilt, die sich je nach Nutzung der Bereiche des Lokals zuschalten lassen. "Und es fallen Wartung und Schornsteinfegerkosten weg", merkte Götzke an.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 02.06.2014
Von Heike Liesaus

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