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Sanierungspläne: CDU macht sich für das Eilenburger Amtshaus stark

Sanierungspläne: CDU macht sich für das Eilenburger Amtshaus stark

Der Burgberg in Eilenburg ist stabilisiert, der Mauerturm saniert, die Fassade des alten Gefängnisses wird derzeit zur Pension umgebaut. Nur das Amtshaus, einst das markanteste Gebäude der Silhouette, steht seit zwei Jahrzehnten mit Notdach da - noch.

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Kein Schmuckstück: Seit zwei Jahrzehnten dämmert das notgesicherte Amtshaus auf dem Eilenburger Burgberg im Dornröschenschlaf.

Quelle: Heike Liesaus

Eilenburg. Denn die CDU-Fraktion im Eilenburger Stadtrat will das ändern. In der Ratssitzung am Montag wollen die Christdemokraten einen Antrag einbringen, um die Sanierung anzustoßen. "Die Stadtverwaltung soll beauftragt werden, zu prüfen, inwieweit es möglich ist, das Wahrzeichen in die Umgestaltung des Geländes einzubinden", erläutert Steffi Schober auf Nachfrage der LVZ.

Sie ist nicht allein CDU-Stadträtin, sondern auch Vorsitzende des Burgvereins. Der hatte sich vor 20 Jahren gegründet, nachdem sich am 27. Juni 1993 auf dem Burgberg ein Drama abgespielt hatte: Das Amtshaus, eines der wichtigsten Wahrzeichen der Stadt, brannte. Der Burgverein schrieb sich jedoch nicht allein den Wiederaufbau des Gebäudes auf die Fahnen, er widmete sich der gesamten Burganlage und ihrer Historie.

"Bei vielen unserer Mitglieder schlugen in der letzten Zeit zwei Herzen in der Brust: Sie hätten viel lieber gesehen, dass das Amtshaus vor dem Gefängnis saniert wird. Aber dieses Projekt war vorerst zu groß", erklärt die Burgvereins-Chefin. "Aber Oberbürgermeister Wacker hatte schließlich des öfteren betont, dass wir im positiven Sinn das schlechte Gewissen der Stadt darstellen. Das wollten wir so beibehalten."

Einen Vorschlag, was aus dem Amtshaus werden könnte, werde der CDU-Antrag nicht enthalten. Ein solches Projekt zu entwickeln, sei von einem Verein nicht zu machen. Das habe auch der Gefängnis-Umbau gezeigt. Im Vorfeld hatte es umfangreiche Studien und Diskussionen zur Machbarkeit gegeben. "Um Nägel mit Köpfen zu machen, sind einfach die Köpfe in der Stadtverwaltung gefragt, die zum Beispiel wissen, wofür es Fördermittel gibt", stellt die Vereinsvorsitzende fest. "Der Burgverein hatte damals aber immerhin acht bis neun Vorschläge gemacht. Wir hatten zum Beispiel auch die Idee 'Wohnen über den Dächern von Eilenburg' für das Gelände vorgeschlagen." Diese Gedanken könnten auch fürs Amtshaus in den Ring geworfen werden. Aber vielleicht käme auch eine Veräußerung der Immobilie in Frage. Immerhin sei das mit Blick auf die Stadt Bad Düben und Schloss Schnaditz die Lösung.

Derzeit laufen viele Projekte in Eilenburg. Das Ab-in-die-Mitte-Projekt mit den Heinzelmännchen und die Aktivitäten des neuen Tourismus- und Gewerbevereins führt die Stadträtin an. Sie hofft jedenfalls, dass das Amtshaus in den kommenden fünf Jahren seine Verwandlung zu einem Schmuckstück erlebt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 28.10.2014
Von Heike Liesaus

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