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Eilenburg Schlägerei zwischen Doberschütz und Schirmenitz beschäftigt Sportgericht
Region Eilenburg Schlägerei zwischen Doberschütz und Schirmenitz beschäftigt Sportgericht
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15:19 14.09.2017
Verbands-Vize Volkmar Beier Quelle: Dirk Hunger
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Schirmenitz

Der Vorstand des Nordsächsischen Fußballverbands hat sich am Mittwoch mit den Ausschreitungen beim Kreisklasse-Spiel zwischen dem LSV Schirmenitz und der zweiten Mannschaft des SV Frisch Auf Doberschütz-Mockrehna befasst. „Jetzt liegt der Vorgang beim Sportgericht. Dort werden die Beteiligten angehört und die Fakten zusammentragen“, kündigt Verbands-Vizepräsident Volkmar Beier an.

Polizei ermittelt

Am Samstag war es beim Spielstand von 8:3 für die Gäste aus Doberschütz in Folge eines Fouls zu einer gewaltsamen Auseinandersetzung gekommen, an der sich Spieler beider Mannschaften beteiligt hatten. Ein Doberschützer musste mit Schwellungen am Kopf im Krankenhaus behandelt werden. Die Polizei ermittelt gegen einen 36-Jährigen.

Schiedsrichter Michael Brauns hatte zunächst vier rote Karten verteilt, empfand jedoch die Sicherheit auf dem Sportplatz nach der Verletzung nicht mehr als ausreichend und brach die Partie ab. „Vielleicht hätte er weiterspielen lassen können, aber ich mache ihm keinen Vorwurf“, sagt Heiko Flack. Der Schirmenitzer Trainer kann nicht erklären, wie es zu der Eskalation kommen konnte. „Das war fast 80 Minuten ein ganz ruhiges Spiel. Bei dem Ergebnis sind die Messen ja eigentlich gelesen. Plötzlich sind die Emotionen übergekocht und ebenso schnell, wie es angefangen hat, war es auch vorbei.“ Während seiner über 20 Jahre als Fußballer habe er sowas noch nicht erlebt. „Und ich bin mir auch ziemlich sicher, dass das nicht noch mal passieren wird“, sagt der 40-Jährige. Der Verein werde nun das Urteil des Sportgerichts abwarten. Flack weiter:„Wir sprechen das Thema aber bei einer internen Auswertung an.“

Spielabbruch als letztes Mittel

Auch Volkmar Beier, der seit zwölf Jahren das Amt des Spielausschussvorsitzenden bekleidet und selbst zehn Jahre als Schiedsrichter aktiv war, kann sich an keinen vergleichbaren Fall erinnern: „Der Spielabbruch ist das absolut letzte Mittel für den Unparteiischen und kommt nur sehr selten vor. Wir hatten schon Angriffe gegen Unparteiische oder Fehlverhalten von Zuschauern. Aber so eine Aggressivität von mehreren Spielern beider Mannschaften gab es in meiner Zeit noch nie.“ Ein mögliches Strafmaß und Datum der Urteilsverkündung konnte der Funktionär noch nicht nennen. „Das liegt beim Sportgericht“, sagt Beier.

Vertreter des SV Frisch Auf Doberschütz waren noch nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Von Anton Zirk

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