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Eilenburg Schlittenhunde Genzo, Aron und Co. sind im Wettkampffieber
Region Eilenburg Schlittenhunde Genzo, Aron und Co. sind im Wettkampffieber
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09:00 01.02.2010
Bei Schnee geht es es mit Schlitten und Sechsergespann viermal in der Woche zirka sieben Kilometer durch Wald und Flur. Quelle: Heike Fedorov
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Wildschütz

Vor 20 Jahren schmiedeten Birgit und Reinhard Müller ihren Plan, eine Hundezucht mit Sibirian Huskys aufzubauen. Das nahm schon nach kurzer Zeit Dimensionen an. Die Liebe fürs Schlittenhunderennen war entdeckt und mit dieser Leidenschaft die drei Kinder angesteckt. Müllers gründeten den Schlittenhundesportverein Sachsen (SSVS). Es folgten viele erfolgreiche Jahre. Mit ihren Hunden erkämpfte sich die sportbegeisterte Familie mehr als 150 Pokale, startete in Italien, der Slowakei, in Tschechien und Österreich – Inlandwettkämpfe nicht gezählt. Zu den größten Erfolgen gehören der Start in Italien zu den Olympischen Spielen 2007, wo sie in der Mannschaftswertung einen ersten Platz belegten. Auch bei den Europameisterschaften in der Westernstadt Pullman City im Harz im gleichen Jahr wurden Tochter Verena Große und ihr Gespann mit dem dritten Platz belohnt. 

Um es so weit zu bringen, bedarf es neben der Liebe zum Tier und zum Sport sehr viel Zeit, Disziplin und Training. „Das und viel Ehrgeiz sind das A und O in diesem Sport“, verriet Reinhardt Müller. Ab Saisonbeginn im November geht es bis Ende März für das Sechser-Gespann Genzo II., Gila, Alesi, Aron, Alisha und Asura mit dem Schlitten viermal in der Woche zirka sieben Kilometer durch Wald und Flur, vorausgesetzt, es liegt Schnee. Zurzeit sind dafür optimale Bedingungen. Die Tiere haben schließlich ihren Ursprung im nördlichen Sibirien, waren dort jahrhundertelang unentbehrliche Begleiter der Nomadenvölker.

Aber auch ohne Schnee wird trainiert. Dann wird der Hightec-Schlitten, der mit Zubehör zirka 1700 Euro wert ist, gegen den Wagen getauscht. Neben dem intensiven Training stehen pro Saison etwa zehn Hundeschlittenrennen an, auf die es sich gut vorzubereiten gilt. Nach einer einjährigen Pause aus gesundheitlichen Gründen versucht Verena Große mit ihren Tieren wieder an Erfolge der vergangenen Jahre anzuknüpfen. Ihr Ziel ist die Teilnahme an den Europameisterschaften im nächsten Jahr. Auch ihr achtjähriger Sohn Pascal tritt in die Fußstapfen der 34-Jährigen und der Großeltern, nimmt an Rennen teil. Damit wird bereits in der dritten Generation dieser Sport in der Familie professionell betrieben.

Auch wenn die anderen beiden Kinder der Eheleute Müller, Silvana Roch und Bruder Mario, nicht mehr in Wildschütz wohnen, sind diese ebenso in den Rennbetrieb involviert. Reinhard Müller geht selbst nicht mehr an den Start. Beim Training und den Wettkämpfen ist er aber stets dabei und fungiert wie Ehefrau Birgit als sogenannte Doghelfer. Sie sind stolz auf Kinder und Enkel.

Die nächsten Rennen stehen in Benneckenstein im Harz, in Hammerbrücke, Seiffen, Nassau und Frauensee auf dem Plan. Abschluss der Saison war in den vergangenen vier Jahren das Oster-Rennen im benachbarten Gräfendorf. Über das fünfte ist noch nicht entschieden, weil vieles zu berücksichtigen ist, auch der finanzielle Aspekt. „Die stetig wachsenden Gebühren sind ein Problem“, so Birgit Müller. Die Organisatoren hoffen auf Sponsoren. und möchten sich bei allen bisherigen Förderern bedanken. „Ohne all die helfenden Hände und die Unterstützung wäre es uns bisher kaum möglich gewesen, so manchen Wettkampf durchzuführen und letztendlich den Gräfendorfer zu einem gelungenen, bereits über die Grenzen unserer Region hinaus bekannten Höhepunkt werden zu lassen“, sagte Birgit Müller.

Heike Fedorov

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