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Eilenburg Schlossfestspiele Hohenprießnitz 2019 mit Neuauflage?
Region Eilenburg Schlossfestspiele Hohenprießnitz 2019 mit Neuauflage?
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06:00 28.08.2018
Starsopranistin Olga Romanko (Mitte), die zwölf Geiger des Moskauer Bolschoi sowie Festspielleiter Fjodor Eleasin (3.v.l.) begeisterten zum Abschluss der Schlossfestspiele auf der Schlosshof-Bühne in Hohenprießnitz. Quelle: Foto: Bärbel Schumann
Hohenprießnitz

Mit stehenden Ovationen und tosendem Beifall für die zwölf Geiger des Moskauer Bolschoi, für Sopranistin Olga Romanko sowie für Cellist und Festspielleiter Fjordor Elesin gingen am Sonntagabend die ersten Schlossfestspiele zu Hohenprießnitz zu Ende. Beifall, der nicht nur den grandiosen Weltstars gebührte, sondern auch jenem Mann und dessen Familie, die die Idee und den Mut hatten, eine so hochkarätige Konzertreihe mit Internationalem Musikwettbewerb auf’s Land zu holen. „Es war eine harte Zeit für meine Familie. Der Einsatz hat sich aber gelohnt.Wir haben wunderbare Künstler erlebt und kennenlernen dürfen“, sagte Schlossherr und Mäzen Konrad Obermüller voller Begeisterung am Ende des letzten Konzertes.

Wiederholung nicht ausgeschlossen

Als Konrad Obermüller zu den Besuchern, den Künstlern und seinem Team an diesem Abend spricht, keimt die Hoffnung bei allen Musikliebhabern, dass es nicht die letzten Schlossfestspiele sein werden. Denn der Schlossherr verabschiedet sie mit den Worten: „Erzählen Sie es einfach weiter, was Sie erlebt haben. So könnten wir das noch einmal stattfinden lassen.“

Heißt, die Schlossfestspiele wird es im nächsten Jahr wieder geben? Einen Tag später lässt Konrad Obermüller die Entscheidung offen. „Wir werden in der Familie darüber beraten und dann zu gegebener Zeit entscheiden. Noch liegen auch noch nicht alle Zahlen vor“, sagt der Geschäftsmann, der ganz ohne Sponsoren und Förderung die Schlossfestspiele in Hohenprießnitz und Machern veranstaltete. „Die Tendenz geht aber eher dahin, dass es mit den Schlossfestspielen weiter geht.“ So herrliche Begegnungen mit Menschen, mit Weltstars wie er, seine Frau Susanne und Tochter Selina-Kristin und alle Beteiligten in dieser Zeit erlebt hätten, das sei einmalig.

Schlossherr steht zu seinem Versprechen: Schloss wird Ort der Kultur und Kunst

Und schließlich stehe er auch zu seinen Worten bei der Übernahme des Hohenprießnitzer Anwesens 2012, dieses Schloss zu einem Ort für Kunst und Kultur zu machen. Konrad Obermüller hat mit den Schlossfestspielen und deren Programm eindrucksvoll gezeigt, dass dies möglich ist. Im Gespräch lässt er durchblicken, dass es am Rande der Konzerte und zu den Wettbewerbsveranstaltungen unzählige Kontakte geben hat, die für weitere hochkarätige Veranstaltungen wie die Schlossfestspiele unerlässlich sind. So seien die von fast allen Kontinenten angereisten Wettbewerbsteilnehmer doch die Stars von morgen, seien die geknüpften Kontakte wie zur russischen Honorarkonsulin für russische Kultur für die Umsetzung künftiger Vorhaben wichtig.

Kartenverkauf läuft nicht optimal

Ein bisschen, man merkt es seinen Worten an, schmerze schon, wenn nur 70 Musikliebhaber der Starpianistin Katie Mahan im Barocksaal lauschten. Doch der tosende Beifall und die über zehn Minuten andauernden Standing Ovations zeigten, dass den Anwesenden wohl bewusst war, an einem besonderen Konzerterlebnis teilhaben zu dürfen. Eins, das man so eigentlich an berühmten Häusern wie der New Yorker Carnegie Hall, der Tokioter Oper oder dem Bolschoi-Theater in Moskau erwarten darf.

Auch wenn Konrad Obermüller als langjähriger Besucher der Regensburger Schlossfestspiele sich seinen Traum von den eigenen Schlossfestspielen nun erfüllen konnte, so sind er und seine Familie auch Realisten. Bis jede Veranstaltung eines solchen Festivals Tage, ja Wochen vor dem Konzert ausverkauft ist, müssen derartige Events einen Namen und einen Ruf haben. In Hohenprießnitz und Machern hat man einen guten Teil eines solchen Weges schon zurückgelegt.

Von Bärbel Schumann

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